AKNÖ-Präsident Staudinger: Herr Bartenstein, senken Sie die Benzinpreise!

Aktuelle Erhebung der AKNÖ zeigt weiterhin extrem hohes Preisniveau an Niederösterreichs Zapfsäulen

Wien (OTS).- "Die bevorstehende Belastungslawine für unsere Pendler ist schlimm genug. Herr Bartenstein sorgen Sie dafür, dass endlich die überhöhten Treibstoffpreise wieder EU-Niveau erreichen." Das stellt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, zur aktuellen Benzinpreiserhebung der AKNÖ fest. Präsident Staudinger kritisiert, dass die neue Bundesregierung bei ihrem Plünderungsfeldzug auch tief in die Taschen der Pendler greift und nun zusätzlich ihre Zusagen bei den Treibstoffpreisen nicht einhält. Seit der letzten AKNÖ-Erhebung im Dezember 1999 wurde bereits 4 Mal die vereinbarte 40 Groschen-Differenz zwischen dem EU-Preisniveau und den österreichischen Nettopreisen überschritten.

Der AKNÖ-Präsident weiter: "Das Einfachste wäre, sich hinzustellen und blindwütig ‚runter mit den Preisen‘ zu schreien. Aber so einfach ist die Situation nicht, denn wir haben auch eine hohe Verantwortung für die tausenden Beschäftigten in der Mineralölwirtschaft. Wir treten deshalb für faire Benzin- und Dieselpreise ein. Im Moment sind die Benzinpreise aber nicht fair!"

Gerade vor dem Hintergrund der letzte Woche in Wien beschlossene Erhöhung der Fördermenge durch die OPEC ist Wirtschaftsminister Bartenstein gefordert! Denn die Mineralölwirtschaft ist scheinbar von sich aus nicht bereit, die Absenkung weiterzugeben. Vor allem deshalb, da auf Pendler (mittlerweile hat fast jeder zweite Niederösterreicher seinen Arbeitsplatz in einem anderen Bezirk; jeder vierte pendelt nach Wien, der Großteil ist auf den eigenen PKW angewiesen) in den nächsten Wochen und Monaten - "dank" Blauschwarz -ohnehin einiges zukommt. Präsident Staudinger nennt:

die "Anpassungen" bei der motorbezogenen Versicherungssteuer um 51 Prozent

die Erhöhung der PKW-Vignette um 80 Prozent
eine kräftige Erhöhung bei der KFZ-Zulassung
Steuerschonung von LKW’s und Bussen
billiges Heizöl für Bauern statt Diesel
LKW-Maut (Road pricing) wird auf 2002 verschleppt

Der AKNÖ-Präsident: "In Summe werden heuer private Kraftfahrer und Pendler um 7 Milliarden Schilling mehr zur Kasse gebeten, ohne dass dabei erforderliche Projekte wie Ausbau der Autobahnen zu sicheren Verkehrswegen umgesetzt werden. Mit diesem Geld werden lediglich Budgetlöcher gestopft, aber keine Schlaglöcher." Und als Draufgabe gibt’s hohe Geldgeschenke für Unternehmer und Bauern.

Zur AKNÖ-Benzinpreiserhebung: Die AK führte von 27.-29. März 2000 eine Benzinpreiserhebung bei 437 niederösterreichischen Tankstellen durch. Dabei kann nach wie vor ein klares Nord- Südgefälle festgestellt werden. Die Bezirke mit besonders überhöhten Preisen liegen im Wald- und Weinviertel, am günstigsten getankt wird in den Bezirken Amstetten, Gänserndorf, Hollabrunn, Neunkirchen, Wiener Neustadt-Bezirk. Die Benzinsorte Super Plus schwankt zwischen 13,94 und 12,30 Schilling (Differenz 13,3%), Eurosuper zwischen 13,52 und 11,70 (15,6 %), Normalbenzin zwischen 13,37 und 11,46 (16,7%) und Diesel zwischen 11,00 und 9,30 (18,3%). Die Höchstpreise sind allerdings nur bei Autobahntankstellen zu finden.

Der abschließende Tipp des AKNÖ-Präsidenten an alle Autofahrer:
"Schauen Sie genau, wo sie tanken. Bei einem 60-Liter-Tank sind durchaus Ersparnisse von 100 Schilling und mehr pro Tankfüllung zu erreichen."

Auf Initiative von Präsident Staudinger hin hat die AKNÖ vor einem Jahr übrigens eine kontinuierliche Preisbeobachtung am Treibstoffmarkt eingeführt. Wöchentlich werden die billigsten Tankstellen im Bundesland erhoben und auf der Homepage www.aknoe.at. veröffentlicht. Die Autofahrer können sich dort informieren, wo in ihrer Nähe sie am günstigsten Tanken können.

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