"Jugend findet Stadt"

Wien unterstützt internationales Schulpartnerschafts- Netzwerk

Wien, (OTS) Die Vorbereitungen hatten nur wenige Monate gedauert, am Montag, konnte Vizebürgermeisterin Grete Laska SchülerInnen und LehrerInnen bereits der zweiten Partnerschule, einer Grundschule aus der bosnischen Hauptstadt Sarajevo im
Rathaus begrüssen. Bereits in der Vorwoche war der Wien-Besuch einer Gruppe der Mittleren grafischen Anstalt in Ilidza/Sarajevo beim BG 18 in der Klostergasse erfolgt.

Beide Schulpartnerschaften sind Ergebnis jener Aktionen, die Wien im Rahmen der noch während der Belagerung Anfang 1995 begründeten "Zukunftspartnerschaft Wien-Sarajevo" in den vergangenen Jahren gesetzt hatte: Schulmöbel, Schulbücher und Kinder- und Jugendbücher waren an Schulen in Sarajevo geliefert worden.

Das starke Interesse auch der bosnischen Schulbehörden am Wiener Schulsystem und eine Initiative des Wiener Verbindungsbüros in Sarajevo gaben schliesslich den Anstoss: In Abstimmung mit dem Stadtschulrat für Wien besuchte eine Gruppe unter der Leitung von Direktorin Angela Mauritz vom BG 18 in der Klostergasse die
Mittlere Grafische Anstalt in Ilidza.

Mit auf die Reise hatten sich aus Eigeninitiative zwei Lehrerinnen der Hauptschule Herzgasse in Wien-Favoriten gemacht,
die auf der Suche nach einer Partnerschule in Sarajevo waren.
Im Dezember 1999 - mitten ins Jahrhundert-Schneechaos in Bosnien -erfolgte dann der Besuch von SchülerInnen der Herzgasse in Sarajevo.

Heute begann nun der Gegenbesuch: Die bosnischen SchülerInnen einer Grundschule in Sarajevo fahren gemeinsam mit den WienerInnen auf Schullandwoche ins steirische Mürzsteg.****

Unter der Leitung der Lehrerinnen Kristina Reich und Emina Petzer sowie von KünstlerInnen hatte die Herzgassen-Gruppe gemeinsam mit den bosnischen KollegInnen ein Video produziert, das im Rahmen der Wiener Aktion "Krieg ist kein Spielzeug" auch preisgekrönt worden ist.

Unterstützt wurden alle bisherigen Schulaktivitäten zwischen Wien und Sarajevo vom Presse- und Informationsdienst der Stadt
Wien (PID) über das von diesem beauftragte Büro vor Ort und dem Landesjugendreferat.

Für Vizebürgermeisterin Grete Laska ist der Besuch aus Bosnien der Auftakt zu weiteren Schulpartnerschaften bzw. internationalen Aktivitäten Wiens im Schulbereich: Derzeit werden Kontakte zwischen Wiener Schulen mit möglichen serbischen Partnern aufgebaut. Vorbereitet wird auch der Kontakt zu einer Modell-
Schule in Istanbul.

Und im Kosovo wird noch im Mai jene Schule eröffnet, die mit Wiener Unterstützung vom Österreichischen Roten Kreuz wiederhergestellt worden ist.

Auch dorthin sollen Partnerschaftskontakte geknüpft werden. Wiens Vizebürgermeisterin: "So schwierig es sein mag, auf europäischer Ebene den Stabilitätspakt für Südosteuropa wirklich auf die Beine zu bringen, so verhältnismässig einfach ist es, den Kontakt zwischen der Jugend dieser Länder herzustellen. Wien als internationale Stadt fühlt sich nicht nur verpflichtet, sondern auch besonders geeignet, dabei zu helfen. Jugend findet hier im wahrsten Sinne des Wortes Stadt." (schluss) lf

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