Röteln - Impfung schützt Schwangere

Wien (OTS) - Diese ansteckende Hauterkrankung kommt weltweit vor. Betroffen sind vor allem Kinder und Jugendliche. Die Erkrankung verläuft zumeist harmlos. Gefährlich sind Röteln nur dann, wenn Schwangere daran erkranken. "Infiziert sich eine Frau innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate mit Röteln, steigt die Gefahr, ein missgebildetes Kind zur Welt zu bringen. Die Krankheit kann Augen, Ohren und Herz des Kindes schädigen. Auch eine geistige Behinderung ist möglich", sagt Dr. Heinz Peter Slatin vom Österreichischen Roten Kreuz.

Die Ansteckung mit Röteln erfolgt meistens durch Tröpfcheninfektion. Innerhalb von zwei bis drei Wochen treten Symptome auf, die von grippeartigen Beschwerden, Unwohlsein, leichtem Fieber bis zu geschwollenen Lymphknoten reichen. Außerdem bildet sich ein Hautausschlag: kleine, hellrote Flecken, die zunächst nur das Gesicht, dann den ganzen Körper bedecken. Slatin: "Das Kind kann die Krankheit eine Woche vor Ausbruch bis zehn Tage nach Ausbruch übertragen. Daher sollte beim Verdacht auf Röteln in dieser Zeit der Kontakt zu Frauen eingeschränkt werden, um diese nicht eventuell zu gefährden."

Für den Patienten selbst verläuft die Krankheit eher harmlos. Ein Arzt sollte aber dennoch aufgesucht werden. Nur dieser kann sicher klären, dass das Kind an keiner anderen Krankheit leidet. "Röteln sind oft von leichtem Fieber, also 38° bis 38,5° Celsius, begleitet. In solchen Fällen ist Bettruhe sinnvoll. Ansonsten muss der Patient nicht einmal im Haus bleiben", so Slatin.

Gegen Röteln gibt es eine Impfung, die für alle Kinder empfohlen wird. Slatin: "Diese Impfung wird ab dem zweiten Lebensjahr durchgeführt, meistens gemeinsam mit der Masern- und Mumps-Impfung. Ab dem sechsten Lebensjahr sollten alle Kinder ein zweites Mal, Mädchen zwischen dem elften und zwölften Lebensjahr ein drittes Mal geimpft werden. Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten ihr Blut auf Antikörper gegen Röteln untersuchen lassen. Sie können notfalls eine Auffrischimpfung bekommen."

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