Dirnberger verlangt Maßnahmen zum Schutz älterer Arbeitnehmer

AK warnt vor Verschlechterungen bei krankheitsbedingter Frühpension

Wien (OTS) - Wenn die Bundesregierung mit dieser von den Experten vorgeschlagenen Pensionsreform eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit erreichen will, hat sie noch eine Menge Arbeit vor sich, sagt heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) in Reaktion auf die ORF-Pressestunde mit Vizekanzlerin Riess-Passer. Denn Tatsache ist, dass ein großer Teil jener Menschen, die in Frühpension gehen, vom Arbeitgeber dorthin geschickt wird. Die Leute stehen vor der Alternative, entweder vom Unternehmer gekündigt zu werden und in die Arbeitslosigkeit zu gehen oder die Frühpension zu wählen. ****

Dirnberger: "Ich bin gespannt, welche Maßnahmen die Bundesregierung vorschlagen wird, damit ältere Arbeitnehmer länger im Berufsleben bleiben können und nicht vom Arbeitgeber gekündigt werden." Dirnberger schlägt dazu eine verstärkte Förderung der Weiterbildung von Arbeitnehmern ab 45 Jahren vor und Sanktionszahlungen für Arbeitgeber, die ältere Arbeitnehmer kündigen. Denn eigentlich sind es diese Konzerne und Unternehmen, die unser Sozialsystem ausnutzen, bekräftigt der AK-Vizepräsident.

In diesem Zusammenhang bekräftigte der AK-Vizepräsident die Ablehnung, das Antrittsalter bei krankheitsbedingter Frühpension hinauf zu setzen. "Es kann doch nicht sein, dass jene, wie etwa Bauarbeiter, die durch Umstände am Arbeitsplatz krank werden, durch eine Verschlechterung beim Antrittsalter auch noch bestraft werden", kritisiert AK-Vizepräsident Dirnberger die Pläne der Bundesregierung.

Rückfragen: AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger, Tel.:
01-58883-1706

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