"profil": Austria Tabak sucht neuen Kernaktionär

Branchenfremder Investor soll Rolle der ÖIAG übernehmen - auch ausländischer Großaktionär vorstellbar

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner
Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hält die Austria
Tabak AG (AT) Auschau nach einem strategischen Partner,
der im Zuge der geplanten Vollprivatisierung die ÖIAG als Kernaktionär ablöst. "Wir wollen einen Partner
hereinnehmen, der nicht aus der Tabakbranche kommt",
sagt AT-Vorstand Heinz Schiendl zu "profil". Dadurch solle
das Unternehmen seine Eigenständigkeit beibehalten und
eine Wertminderung verhindert werden, so Schiendl.

Der AT-Vorstand befürchtet anderenfalls eine feindliche
Übernahme, die Auflösung lukrativer Lizenzverträge und
die Schließung österreichischer Produktionsstätten.

Ob es sich bei dem potentiellen Partner um einen in- oder ausländischen Investor handelt, spielt für Schiendl nur eine untergeordnete Rolle. Zumal derzeit noch völlig offen ist,
wann überhaupt der nächste Privatisierungsschritt erfolgen
wird.

Der Plan des AT-Vorstandes wird im Finanzministerium
verhalten positiv aufgenommen. "Man wird sicher nur zum
Vorteil des Unternehmens agieren", meint Matthias Winkler,
Sprecher von Finanzminister Karl-Heinz Grasser.

Die Belegschaftsvertretung der AT hingegen will, dass die
ÖIAG weiterhin mit 25 Prozent am Unternehmen beteiligt
bleibt und wird diesbezüglich noch einmal beim
Finanzminister vorsprechen. Sollte der Minister keine
Konzessionen machen - was wahrscheinlich ist - droht der
Betriebsrat "Protestmaßnahmen" an.

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