"profil": BA: US-Bankenaufsicht OCC empfiehlt höhere Vorsorgen

Verhandlungen mit HypoVereinsbank stocken - Investmntbank Rothchild berät BA

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in
seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnte
der Vorsorgebedarf der Bank Austria in den USA nun doch
höher ausfallen, als bisher angenommen. Für 1999 musste
der BA-Konzern aufgrund unvorhergesehener
Kreditrisiken Vorsorgen in der Größenordnung von 100
Mio. Dollar (1,42 Mrd. Schilling/103,2 Mio. Euro) bilden.

In einem Schreiben der US-Bankenaufsicht "Office of the
Comptroller of the Currency" (OCC), das BA-Chef Gerhard
Randa vor vier Wochen zugegangen ist, werden laut
"profil" die Bildung zusätzlicher Wertberichtigungen in der Größenordnung von bis zu 50 Mio. Dollar (710 Mio.
Schilling/51,6 Mio. Euro). Ein Bank-Austria-Sprecher
dementiert gegenüber "profil" die Existenz des Schreibens
nicht, will zu den Wünschen der US-Bankenaufsicht
allerdings nicht Stellung nehmen: "Den Inhalt vertraulicher Schreiben kommentieren wir nicht. Ich kann aber
versichern, dass wir mit der OCC im besten Einvernehmen
sind."

Am Ergebnis 1999 - die US-Filiale schloss mit einer
schwarzen Null - würde ein allfällige Aufstockung der
Vorsorgen nichts mehr ändern, da die Bilanz in den USA
bereits testiert wurde.

Wie "profil" weiter berichtet, sind die Verhandlungen der
Bank Austria mit der bayerischen HypoVereinsbank über
die Bildung einer Allianz ins Stocken geraten. Demnach
vermochte sich Randa mit Hypo-Vorstandschef Albrecht
Schmidt bisher nicht auf den Umfang der Kooperation
verständigen.

Laut "profil" hat die BA von der Londoner
Investmentbank NM Rothschild & Sons ein Strategiepapier
erstellen lassen, das unter anderem die wechselseitige
Beteiligung beider Häuser vorsieht. Demnach sollte die HypoVereinsbank 25,1 Prozent an der BA erwerben, die
BA wiederum etwa fünf Prozent am viermal größeren
Mitbewerber.

Der Plan dürfte aber, wie aus Münchner Finanzkreisen
verlautet, wieder verworfen worden sein. Der Hypo-
Vorstand hat sich laut "profil" darauf festgelegt, dass ein
Einstieg bei der BA ausschließlich in Form einer Mehrheitsbeteiligung, besser noch durch Erwerb einer
"qualifizierten Mehrheit" (mehr als 75 Prozent) in Frage
komme. Dies sei in einem Gespräch zwischen
HypoVereinsbank-Chef Schmidt und Henning Schulte-
Noelle, dem Vorstandschef der deutschen Allianz-
Versicherung, dem größten Aktionär der
HypoVereinsbank, - vereinbart worden, schreibt "profil".
Offiziell will in München dazu niemand Stellung nehmen.
Jürgen Danzmayr, Vorstandssprecher der österreichischen HypoVereinsbank-Banktochter SKWB-Schoeller, bestätigt
gegenüber dem Magazin jedoch "Gespräche in diese
Richtung". Danzmayr: "Es entspricht der Kultur unserer
Eigentümer, keine Minderheitsbeteiligungen einzugehen."

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