"profil": Bedeutende Funde in Eichmann-Akten

Eichmann-Akten enthalten Details zur Beraubung prominenter Juden - mahr als 100 Laufmeter Akten

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner
Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, könnten die in
Berliner Stasi-Archiven gefundenen NS-Akten wesentliche
neue Erkenntnisse zu Österreichs NS-Vergangenheit und
zur laufenden Entschädigungsdebatte liefern.

Nach Angaben des Berliner Historikers Jörg Rudolph füllen
die NS-Akten, darunter auch Unterlagen aus Adolf
Eichmanns berüchtigter "Zentralstelle für jüdische
Auswanderung", Archivregale in der Länge von mehr als
100 Laufmetern. "profil" zitiert erstmals aus einigen der
gefundenen Akten, darunter eine Weisung vom 9. April
1938, wie mit den ersten in Österreich verhafteten Juden
zu verfahren sei. In weiteren Aktenstücken geht es um
Details über die Beraubung prominenter Juden, darunter
den Cheftheoretiker der europäischen Sozialdemokratie,
Karl Kautsky, oder um die NS-Nutzung "Arisierter" landwirtschaftlicher Güter. Zu den "profil" vorliegenden
Dokumenten zählt auch ein von Eichmann unterzeichneter
Bericht Adolf Eichmans über die "Liquidierung der
Israelitischen Kultusgemeinde" vom 31. Mai 1939.

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