Arbeiterkammerwahlen

Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" -Kommentar: Soll er halt alles platzen lassen Ausgabe vom 1. April 2000 Klagenfurt (OTS) - Nach den für die FPÖ völlig verfehlten Wahlzielen bei den Wirtschaftskammer- und steirischen Gemeinderatswahlen, nach den Grausamkeitspaketen der Regierung unter freiheitlicher Mitverantwortung und Haider"scher Federführung, braucht Jörg Haider dringend einen Erfolg. Gelegenheit bietet die Arbeiterkammerwahl. Das Rezept zum Erfolg zog der Noch-FP-Chef aus der hintersten Schublade seines Repertoires. Es heißt "Neid". Während die Regierung drauf und dran ist, die Arbeitnehmer an allen Ecken und Enden zu schröpfen, würden die Kämmerer in Saus und Braus leben. Werde die Kammer nicht raschest "ausgemistet", werde es auch keine Pensionsreform geben. Das ist nicht nur ein plumpes Ablenkungsmanöver von Haiders persönlicher und der freiheitlichen Regierungsverantwortung für die ins Haus stehenden Selbstbehalte und Pensionshürden, das ist ein Junktim mit sehr hohem Risiko. Denn die Arbeitnehmer könnten, anstatt sich gegen ihre Interessensverteter aufhetzen zu lassen, ja auch sagen, "soll er halt!". Dann platzt eben das Paket der Grausamkeiten mit Haiders Unterschrift. Dann platzt auch die Regierung. Warum nicht! Die Drohung Haiders gegen die AK richtet sich vielmehr gegen den Regierungspartner ÖVP. Sie muss zittern, wenn Haider zu junktimieren anfängt. Dann wären wir früher als erwartet auch die Sanktionen Europas los. Nun. So weit wird es nicht kommen. Denn die freiheitliche Regierungsbeteiligung ist immerhin Haiders "Lebenswerk". Und dafür geht er jedes Belastungspaket fü die Arbeitnehmer ein, auch fürderhin.

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