Streichung des begünstigten Postzeitungs-Tarifs: Spendensammelnde Organisationen befürchten das Schlimmste.

Wien (OTS) - Die Streichung des begünstigten Postzeitungstarifs stellt eine massive Bedrohung des österreichischen Spendenwesens dar. Der Verband der Fundraising ManagerInnen Austria, FMA, appelliert an die Bundesregierung, die geplanten Maßnahmen unverzüglich zu widerrufen.

Die rund 1000 österreichischen Non Profit Organisationen, die sich für gemeinnützige und wohltätige Zwecke engagieren, sehen sich durch die Pläne der neuen Regierung, in die Enge getrieben. Wenn die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, erhöhen sich die Portokosten für die spendensammelnden Organisationen um ein Fünffaches. Das bedeutet für viele Hilfsorganisationen und damit auch für dringende Hilfsmaßnahmen das Aus.

Jasna Sonne, Koordinatorin von Greenpeace Europe und Vizepräsidentin des Verbandes der Fundraising ManagerInnen Austria, dem rund 200 Spendensammler aus unterschiedlichsten Non Profit Organisationen angehören: "NPOs erfüllen zahlreiche gemeinnützige Aufgaben, die der Staat nicht erbringen kann oder will. Bereits jetzt sind Österreichs Hilfsorganisationen gegenüber allen anderen europäischen Ländern, wo Spenden steuerlich absetzbar sind, stark benachteiligt. Mit dem Wegfall des begünstigten Postzeitungstarifs fällt die letzte "Goodwill Aktion" vonseiten der Regierung."

FMA-Präsident Helmut Heinzel: "Die Streichung des begünstigten Postzeitungstarifs ist ein gefährliches Signal dafür, dass für die Regierung die Präambel, Ärmste und Schwächere unterstützen zu wollen, eine reine Farce ist. Wer die Arbeit der Hilfsorganisationen derart einzuschränken versucht, leistet keinen sozialen Beitrag - sondern das Gegenteil."

O-Ton: Mitglieder des FMA

Monica Culen, Geschäftsführerin der Kinderhilfsorganisation "Rote Nasen Clowndoctors": "Der Wegfall des begünstigten Postzeitungstarifs heißt für uns die Jahresbetreuung in 8 Spitälern ersatzlos zu streichen."

"Ärzte ohne Grenzen"- Geschäftsführer Andreas Plöckinger: "Es entstehen Mehrkosten von rund 5 Millionen Schilling, das ist sogar für so eine dynamische Organisation wie Ärzte ohne Grenzen nicht zu schaffen."

Sabine Preis, Fundraiserin bei "Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz" : "Unsere Informationsarbeit ist in Gefahr. Eine umfassende Aufklärung der Bevölkerung über die Missstände im Bereich Tierschutz wird nicht mehr möglich sein".

Susanne Takats von der Krebshilfe: "Die Portoerhöhung bedeutet das Aus für viele Organisationen. Aber auch das Aus für notwendige Hilfsmaßnahmen."

Terminankündigung Podiumsdiskussion
4. April 18.30 Uhr - Haus der Industrie
Steuerliche Absetzbarkeit von Spenden: mehr privat - weniger Staat - Gibt es eine Lösung für den neuen Sozialstaat -
Infotel. 01/ 315 14 11-0

Rückfragenhinweis: FMA,
Herbert Witschnig,
Tel.: (01) 602 39 12-0
Communications,
Sabine Pöhacker,
Tel.: (01) 315 14 11- 0

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