ÖGB-Frauen zu Sickl: Allein uns fehlt der Glaube

Unterm Strich sind Frauen Verliererinnen

Wien (ÖGB). ”Das Frauenbild der Regierung ist ein konservatives, da nützen auch Beschwichtigungen nichts”, so ÖGB-Frauensekretärin Bettina Agathonos-Mähr, als Reaktion auf die Generationenministerin. Statt einer Ankündigungspolitik fordert Agathonos-Mähr rasche Maßnahmen. Das Frauenprogramm der Regierung macht sie skeptisch:
”Unterm Strich werden Frauen mit dieser Politik zu Verliererinnen”. ++++

Eine Politik zu fördern, die Frauen aus dem Arbeitsmarkt drängt, könne nur als frauenfeindlich bezeichnet werden. Das Regierungsprogramm sei darauf hin ausgerichtet, Frauen primär in ihre Mutterrolle zu drängen. Die ÖGB-Frauen sehen eine Eigenständigkeit für Frauen nur dann gewährleistet, wenn sie am Arbeitsmarkt dieselben Chancen haben wie Männer: Dies beginne bei der Ausbildung, jungen Frauen Mut zu nicht typischen Frauenberufen zu machen, setzte sich fort mit Frauenfördermaßnahmen in den Betrieben und Wiedereinstiegshilfen nach der Babypause. Chancengleichheit auf allen Ebenen müsse realisiert werden.

Ziel der ÖGB-Frauen sei eine partnerschaftliche Gesellschaft zwischen Frauen und Männern und keine klassische Rollenaufteilung nach konservativem Muster. Maßnahmen wie: Kinderbetreuungsgeld, Kinderbetreuungsscheck und pensionsbegründende Kindererziehungszeiten gehen in die falsche Richtung.

Agathonos: ”Es ist an der Zeit, endlich Hürden für Frauen zu beseitigen. Maßnahmen einzuführen, die Frauen mittel- und langfristig aus dem Beruf drängen, sind kontraproduktiv und werden auch nicht die Zustimmung der ÖGB-Frauen finden.” (bfm)

ÖGB, 31. März 2000 Nr. 216

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