Kollross: Verkürzung der Zivildienstdauer statt Lebensplanung tausender Jugendlicher zerstören!

Der Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Niederösterreich, Andreas
Kollross, nahm heute zu der von BM Strasser geplanten Maßnahme, im Juni
keine Zivildiener zuzuweisen, Stellung, und merkte dazu an, dass diese
Maßnahme ein Schlag ins Gesicht vieler Jugendlicher sei.

Kollross erinnert, dass auf Betreiben der ÖVP die Aufschubregelung de facto
abgeschafft wurde. Jugendliche, die also noch vor dem Beginn des Studiums den
Zivildienst ableisten wollen, sind nun gezwungen, eine Unterbrechung ihres
Studiums in Kauf zu nehmen. Das bedeutet für viele den sicheren Verlust von
Stipendien und somit eine massive finanzielle Mehrbelastung, sowie eine
unsichere und nicht genau definierbare Lebensplanung.

Für Jugendliche, die ihre Berufskarriere beginnen wollen, bedeutet diese
Blockadepolitik den wahrscheinlichen Gang in die Arbeitslosigkeit! "Welcher
Unternehmer stellt junge Männer ein, die ihren Grundwehrdienst noch nicht
abgeleistet haben? Der Großteil der Betroffenen hat nicht einmal Anspruch auf
Arbeitslosengeld", warnt Kollross.

Der Landesvorsitzende erinnert, dass derzeit bereits 12.000 Zivildienstpflichtige auf
die Ableistung des Dienstes warten. 1999 sind zu diesen über 8.000 neue
Zivildiener dazugekommen. Die Blockadepolitik Strassers erhöht also diesen
Rückstau und verschärft somit das von dieser Bundesregierung ausgelöste
anstehende Finanzproblem!

Kollross erneuert seine Forderung, die Dauer des Zivildienstes auf jene des
Wehrdienstes zu senken! Nur so können finanzielle Mittel gespart werden, ohne
die Lebensplanung tausender Jugendlicher zu zerstören, und gleichzeitig die
Bedürfnisse der einzelnen Zivildiensteinrichtungen gesichert werden. Gleichzeitig
fordert er, die Aufschubregelungen wieder einzuführen.

Kollross empfiehlt allen Betroffen, sich in einem Schreiben an den Innenminister
auf den § 10 Absatz 1 des Zivildienstgesetzes zu berufen und die darin befindliche
Zuweisung binnen Jahresfrist zu verlangen.

Abschließend erinnert Kollross an die Zivildiensthotline der SJ NÖ unter 02742/22
55 222, sowie die Zivildienstberatung auf der Homepage unter www.sj.or.at.
(schluss)

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