BROSZ: NEUPER BESTÄTIGT GRÜNE KRITIK ZUM SPORTS AWARD

Interimslösung stürzt auch Sporthilfe ins Chaos=

Die Grünen haben im Zusammenhang mit dem Sports Award immer kritisiert, dass die Sporthilfe ohne entsprechende Beschlüsse als Veranstalter aufgetreten ist, bevor Hubert Neuper die Veranstaltung über sein Privatunternehmen durchgeführt hat.

"Neupers Aussage, dass die Sporthilfe keine Risikogeschäfte eingehen darf, bestätigt unsere Kritik. Neuper sollte erklären, warum offenbar trotz besseren Wissens die Sporthilfe als Organisationskomitee aufschien. Anstatt die Kompetenzüberschreitungen klar aufzuzeigen, hat der Sporthilfe-Vorstand im nachhinein die Vorgangsweise gedeckt. Im übrigen hat die parlamentarische Anfragebeantwortung durch Bundeskanzler Schüssel ergeben, dass die Sporthilfe offiziell erst mit dem Projekt befasst wurde, nach dem Neuper bereits mit seinem Privatunternehmen als Förderungswerber agierte.", so der Sportsprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Unser Antrag auf Rechnungshofüberprüfung, der demnächst im Rechnungshofausschuß behandelt werden sollte, gibt daher die Möglichkeit, eine objektive Prüfung durchzuführen. Die Einsetzung eines Steuerberaters durch die Bundesregierung, der ansonsten im Umfeld des Österreichischen Schiverbands und seines Präsidenten Schröcksnadel tätig ist, ist für eine objektive Prüfung unzureichend.", so Brosz weiter.

Die wiederholten Angaben über den Werbewert der Veranstaltung (nunmehr 256 Millionen Schilling) bezeichnet Brosz als "absurd". "Die schon mehrmals zitierte Studie soll endlich der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.", fordert der Sportsprecher der Grünen. "Wer diese Zahlen in Umlauf bringt, disqualifiziert sich auch inhaltlich nachdrücklich als ORF-Kuratur."

Während der Sports Award nach wie vor dringend nötiger Klärungen harrt, versinkt die Sporthilfe durch die Untätigkeit der neuen Bundesregierung mittlerweile im Chaos. Der bzw. die neue Sporthilfegeneralsekretär/in hätte bereits mit 1. März 2000 im Amt sein sollen. Stattdessen wurde Neuper offenbar mit einer weiteren interimistischen Tätigkeit betraut. "Sporthilfe-Vorstandssitzungen finden nicht statt, Förderungsansuchen können nicht behandelt werden, die Sportler/innen haben die Folgen politischer Versäumnisse zu tragen. Ein schlechterer Start für die neue Sportministerin Riess-Passer wäre in einem Olympia-Jahr kaum denkbar.", so Brosz abschließend.

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