GLAWISCHNIG: TAUSENDE TEMELIN-EINWENDUNGEN ÜBERREICHT Grüne Delegation im Prager Umwelt- und Außenministerium

Die Grünen überreichen Freitag dem Botschafter der Republik Tschechien rund 5000 Einwendungen gegen Temelin und konferieren in dieser Angelegenheit Montag in Prag mit Umweltminister Kuzvart und dem stellvertretenden Außenminister Palous. Glawischnig: "Die Einwendungsfrist im Rahmen der Umweltverträglichkeits-Prüfung zu einem Bauteil des AKW Temelin ist heute abgelaufen. Wir fordern in unserer Stellungnahme eine weitere UVP für alle wesentlichen Teile des Risikoreaktors, da viele Fragen der Sicherheit und des Strahlenschutzes im jetztigen Verfahren völlig ungeklärt bleiben."

Die Grünen fordern die Bundesregierung auf, das laufende Verfahren zum Anlass zu nehmen und der Regierung der Republik Tschechien konkrete Unterstützung für einen Temelin-Ausstiegsplan anzubieten. Umweltsprecherin Glawischnig: "Das Vorgehen von blau-schwarz im Parlament in der Sache Temelin ist ja eine Farce: der von ihnen eingebrachte Antrag zum UVP-Verfahren wird erst in den nächsten Monaten behandelt, obwohl bekannt war, dass die Einwendungsfrist am 31. März abläuft."

Die Grünen werden im Rahmen ihrer außenpolitischen Initiative am Montag zwei Ministergespräche in Prag führen. Wesentlich wird dabei die Frage einer Verzögerung des für Herbst 2000 geplanten Probebetriebes des ersten Temelin-Reaktorblockes und die Prüfung wirtschaftlicher und ökologischer Alternativen zum Atomausbau sein. Der Delegation gehören neben Abg. Dr. Eva Glawischnig LAbg. Brigid Weinzinger und der Grüne Atomexperte Fritz Holzinger an.

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