"Kleine Zeitung" Kommentar: "Leitls Latte" (von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 31.3.2000

Graz (OTS) - Kammerwahlen haben ihre eigenen Gesetze. Die
Parteien haben in den Interessenvertretungen oft Seriensiege gefeiert und sind dann beim Test durch die Bürger schmerzhaft auf die Nase gefallen.

Dennoch lassen die Abstimmungen in den Wirtschaftskammern einige Schlüsse zu.

Zunächst fällt die Stabilität auf. Obwohl es einen Umsturz im Parlament gegeben hat, blieben die Kräfte in der Kammer nahezu unverändert.

Die Kontinuität war nicht unbedingt zu erwarten. Unter Leopold Maderthaner hatte sich im Wirtschaftsbund viel Ärger aufgestaut. Zur Klage über die hohen Mitgliedsbeiträge kam die Kritik an der Person und dem Stil des Präsidenten. Der Wechsel an der Spitze wirkte wie ein Ventil.

Auch die Änderung der politischen Wetterlage nützte dem neuen Mann. Die Freiheitlichen sahen sich plötzlich nicht mehr in der Rolle des Angreifers. Ihr Traum, die Kammer im blauen Kärnten zu er obern, zerplatzte.

Christoph Leitl machte sich mit dem Wahlsieg selbst das schönste Geburtstagsgeschenk. Der künftige Präsident hat sich allerdings die Latte hoch gelegt: Er muss seine Ankündigung, die verfettete Kammer schlank zu machen, rasch verwirklichen. ****

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