AK Tumpel: Lassen Hausbesorger nicht allein

32.000 ArbeitnehmerInnen verlieren Rechtsgrundlage für ihr Einkommen

Wien (AK) - "Die Arbeiterkammer lässt die Hausbesorger mit ihren Anliegen nicht allein", erklärt AK Präsident Herbert Tumpel anlässlich der heute, Donnerstag, stattfindenden Protestkundgebung der Hausbesorger vor der Wiener ÖVP-Zentrale. Im Gegensatz zur Regierung, seien die Anliegen von zig-tausenden ArbeitnehmerInnen für die Arbeiterkammer wichtig, sagt Tumpel. Die Regierung schaffe zugleich mit dem Hausbesorgergesetz einen ganzen Berufsstand ab. "32.000 ArbeitnehmerInnen verlieren mit einem Schlag die rechtliche Grundlage für ihr Einkommen", kritisiert der AK Präsident. Das Argument von FPÖ und ÖVP, die neue Regelung betreffe keine bestehenden Verträge, lässt Tumpel nicht gelten. "Der Druck, tausende Hausmeister abzubauen, wird enorm sein." ****

Unter dem Vorwand, Mieten zu senken, werde ein ganzer Berufsstand gefährdet, kritisiert Tumpel. "Das werden wir aber ncht so einfach hinnehmen." Das Aus für die Hausbesorger bedeute, dass die Mieter zwar schlechter betreut werden, es aber keine Einsparungen bei den Mieten geben werde. Tumpel: "Neun von zehn Hausbesorgern verdienen unter 16.000 Schilling. Da werden private Reinigungsfirmen nicht billiger sein." Private Reinigungsfirmen könnten die Hausbesorger, die "rund um die Uhr für die Mieter da sind" nicht ersetzen. "Die Hausbesorger sind ja nicht nur fürs Putzen des Hauses zuständig", sagt Tumpel, "sie kümmern sich auch darüber hinaus um "ihre" Mieter." Es sei völlig unklar, wer in Zukunft die vielen Dienstleistungen, die Hausbesorger erbracht haben, übernehmen soll. "Und die Regierung sagt nicht, wieviel das die Mieter in Zukunft kosten wird", sagt Tumpel .

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