LH Pröll zum Ableben von Alt-Bundespräsident Dr. Kirchschläger

Großer Niederösterreicher mit großer Autorität, ohne autoritär zu sein

St.Pölten (NLK) - Als großen Niederösterreicher und als große Autorität, ohne jedoch autoritär zu sein, bezeichnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll Alt-Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger, der heute verstorben ist. Mit dem Tod von Dr. Kirchschläger verliere die Republik im Allgemeinen und Niederösterreich im Besonderen eine Leitfigur und einen Vordenker. Niederösterreich sei in tiefer Trauer über den Verlust eines Landsmannes, der sich immer zu seiner Heimat bekannt hat und sein ganzes Tun und Wirken in den Dienst der Republik, des Landes und der Menschlichkeit gestellt hat. Darüber hinaus habe er, Pröll, mit Dr. Kirchschläger auch einen Freund und Ratgeber verloren. Sein tiefstes Mitgefühl gehöre in dieser Stunde der Familie des Verstorbenen.

Dr. Rudolf Kirchschläger, geboren am 20. März 1915 in Niederkappel in Oberösterreich, studierte nach dem Aufbaugymnasium in Horn Jus in Wien und war nach dem Zweiten Weltkrieg Richter in Langenlois und in Wien. Ab 1954 war er im Außenministerium tätig und hat als Rechtsexperte wesentlich an den Vorarbeiten und dem Zustandekommen von Staatsvertrag und Neutralitätsgesetz mitgewirkt. 1963 wurde er Kabinettschef im Außenministerium und von 1967 bis 1970 war Gesandter in Prag. 1970 wurde Dr. Kirchschläger schließlich Außenminister, um 1974 nach dem Tod von Bundespräsident Dr. Franz Jonas als Präsidentschaftskandidat anzutreten. 1980 wurde er mit 79,9 Prozent der abgegebenen Stimmen als Bundespräsident für weitere 6 Jahre wiedergewählt. Seine Amtszeit war allseits geachtet. 1986 schied Dr. Kirchschläger verfassungsgemäß aus dem Amt.

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