Präsidentschaftskanzlei/Kirchschläger

Der heute verstorbene Alt-Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschäger wurde am 20. März in Obermühl in Oberösterreich geboren. Nach einer schweren Kindheit begann er 1935 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, das er 1940 mit der Promotion zum Doctor Juris abschloß. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Kirchschläger in der Deutschen Wehrmacht dienen musste, wurde er 1947 Amtsleiter des Bezirksgerichtes Langenlois, um sieben Jahre später an das Landesgericht in Wien zu wechseln. Kurz darauf trat Kirchschläger in den Auswärtigen Dienst ein und nahm an den Abschlußverhandlungen über den Österreichischen Staatsvertrag teil. 1956 wurde Kirchschläger Leiter der Völkerrechtsabteilung im Außenministerium, in dem er dann von 1962 bis 1967 die Funktion des stellvertretenden Generalsekretärs für Auswärtige Angelegenheiten bekleidete. Von 1963 bis 1966 fungierte er auch als Kabinettschef des damaligen Bundesministers für auswärtige Angelegenheiten Bruno Kreisky. 1967 wurde er mit der Leitung der österreichischen Gesandtschaft in Prag betraut.
Von 1970 an war Kirchschläger schließlich Außenminister, um 1974 nach dem Tod von Bundespräsident Franz Jonas als Präsidentschaftskandidat anzutreten. Am 23. Juni 1974 wurde er mit 51,7 % der Stimmen zum Bundespräsidenten gewählt; seine Wiederwahl erfolgte am 18. Mai 1980 mit 79,9 % der abgegebenen Stimmen. 1986 schied Kirchschläger verfassungsgemäß aus dem Amt.

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