"Sicher Leben" fordert Einführung kindersicherer Feuerzeuge

Wien (OTS) - Zwei mit einem Feuerzeug spielende Kinder haben Dienstag Nachmittag in Kärnten einen Millionenbrand verursacht. 1998 rückten Österreichs Feuerwehren 27mal aus, um Brände zündelnder Kinder zu löschen. Zündhölzer, Kerzen und Feuerzeuge waren dabei die am häufigsten genannten Artikel, die in Kinderhänden zu Bränden führten. Die Brandschäden durch Zündeln betrugen mehr als 20 Millionen Schilling. Da diese Statistik nur Brandschäden über 20.000 Schillinge registriert, ist die wirkliche Schadenssumme aber beträchtlich höher.

Vorschulkinder als "Nachahmungstäter"

Kinder bis zum 6. Lebensjahr zündeln besonders eifrig. Sie orientieren sich bewußt oder unbewußt am Verhalten der Eltern, aber auch älterer Geschwister, etwa wenn diese rauchen. Mit wachen Augen wird beobachtet, was die "Großen" so alles tun, um es spielerisch nachzustellen. Besonders beliebt ist dabei das Spiel mit echten Gegenständen aus der Welt der Erwachsenen, eben mit Feuerzeugen und Kerzen. Die Zerstörung, die eine kleine Kerze auslösen kann, bleibt ihnen aber bis ins Grundschulalter unverständlich.

Kindersichere Feuerzeuge müssen auch in Österreich Standard werden!

"Übliche Feuerzeuge sind selbst für Kleinkinder zu leicht verwendbar. Kindersichere Feuerzeuge haben einen zusätzlichen Druckknopf und können so nur von Erwachsenen betätigt werden, da Kinder diese Fingerfertigkeit bis in Schulalter noch nicht haben. Diese Feuerzeuge sollen in Österreich endlich Standard werden. Sie sind nicht teurer oder unpraktischer als herkömmliche, sondern nur nützlicher", meint Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben".

Verbote und Drohungen schützen nicht

Drohungen und Verbote der Eltern, das Zündeln sein zu lassen, fallen bei den Kleinen auf keinen fruchtbaren Boden, nicht zuletzt deshalb, weil das falsche Vorbild der Eltern mehr auf Kinder wirkt als eine Ermahnung.

Dr. Kisser weiter: "Die Kleinen wissen, daß sie beim Zündeln gegen ein Verbot der Eltern verstoßen, ohne aber die Gefahr einschätzen zu können. Sie spielen mit Zündhölzern und Feuerzeugen daher meist im Verborgenen. Gerät ein Feuer außer Kontrolle, rufen sie aus Angst vor Strafe nicht die Eltern, sondern verstecken sich. In dieser Zeit kann sich aus dem brennenden Papierkorb schon ein Zimmerbrand entwickelt haben.?

Sicher Leben Sicherheitstips

Kinder im Alter von 0-7 Jahren:

Kein offenes Feuer!
Kinder im Alter von 0-7 Jahren: Kindersichere Feuerzeuge verwenden! Kinder dieser Altersgruppe lassen sich mehr durch das Verhalten älterer Familienmitglieder beeinflussen als durch Ermahnungen: Daher vorsichtigen Umgang mit Feuer demonstrieren, z.B. beim Anzünden eines Ofens.

Kinder im Alter von 7-10 Jahren: Umgang mit Feuer lernen!

Kindern dieses Alters sollen Gelegenheit bekommen, den sicheren Umgang mit Feuer unter Aufsicht der Erwachsenen zu lernen:
Tischkerzen oder Ofen anzünden, Fackeln ausdämpfen, Lagerfeuer zubereiten usw. Verhaltensregeln sollen dabei gelernt und Sicherheitsmaßnahmen besprochen werden. Es muß ihnen aber die Gefährlichkeit des Feuers eingeschärft werden.

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