Wirtschaft/Tourismus/Winter

Wintersaison 1999/00: Nächtigungszahlen leicht gesunken Aktueller Bericht der Landesstelle für Statistik

Bregenz (VLK) - In den ersten vier Monaten der
diesjährigen Wintersaison wurden von 589.300 Gästen 2.941.000 Übernachtungen gebucht, gegenüber 570.700 Gästen mit
2.985.800 Übernachtungen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Zahl der Gästeankünfte stieg um 3,3 Prozent, die Nächtigungsziffer sank aber um 1,5 Prozent. Die Entwicklung
von Februar 1999 bis Februar 2000 war ähnlich. Im Februar
1999 wurden 1.163.300 Übernachtungen gemeldet, im Februar
2000 waren es 1.144.600 Nächtigungen, um 1,6 Prozent weniger.
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Die Gästeankünfte von Februar 2000 können mit jenen von Februar 1999 nicht verglichen werden, weil damals auf Grund
der Lawinenkatastrophe die Anreise in die wichtigen Wintersportgebiete Vorarlbergs lange Zeit gar nicht möglich
war.

Gesamteinnahmen gestiegen

Die Gesamteinnahmen aus dem Tourismus stiegen - von 8,1 Milliarden Schilling (588,6 Millionen Euro) im Zeitraum
November 1998 bis Februar 1999 - auf 9,2 Milliarden Schilling
(668,6 Millionen Euro) im Zeitraum November 1999 bis Februar
2000, um rund zwölf Prozent.

Zu diesem positiven Ergebnis der Einnahmen-Entwicklung
haben in erster Linie die österreichischen Gäste beigetragen.
Die Inländer-Nächtigungen haben um 5,5 Prozent zugenommen,
die Ausgaben der österreichischen Urlauber sogar um 20
Prozent, wobei der Ausflugsverkehr in dieser Steigerung berücksichtigt wurde. Im Februar des Vorjahres war der Ausflugsverkehr nur während einer ganz kurzen Zeit von
Bedeutung. Auf Grund der großen Schneemassen waren damals die Schilifte und Seilbahnen im Rahmen des Ausflugsverkehrs
praktisch nicht oder nur sehr eingeschränkt erreichbar.

Nächtigungszuwächse und damit Einnahmensteigerungen gab es
in der bisherigen Wintersaison 1999/2000 auch bei den Gästen
aus Amerika, aus Schweden, aus Großbritannien, aus Frankreich
und aus der Schweiz sowie Liechtenstein. Nächtigungsverluste
wurden bei den Gästen aus allen drei Beneluxländern sowie aus Italien gemeldet. Die deutschen Urlauber haben in der
heurigen Wintersaison etwa gleich viele Buchungen getätigt
wie im Vorjahr.

Nächtigungsziffer

Herkunftsländer
Nov. 1998
und
Nov. 1999
und
Veränderung

Februar 1999
Februar 2000
in %

Österreich
238.206
251.335

+ 5,5

Belgien, Luxemburg
61.295
37.862

- 38,2

Deutschland
2.030.579
2.023.346

- 0,4

Frankreich
64.772
65.731

+ 1,5

Vereinigtes
Königreich
37.097
41.622

+ 12,2

Italien
12.103
11.449

- 5,4

Niederlande
244.005
198.497

- 18,7

Schweden
7.747
8.787

+ 13,4

Schweiz,
Liechtenstein
219.770
222.311

+ 1,2

USA, Kanada
15.608
19.368

+ 24,1

Andere
54.659
60.684

+ 11,0

Gesamt
2.985.841
2.940.992

- 1,5

In den einzelnen Tourismusregionen war die Entwicklung in
der bisherigen Wintersaison unterschiedlich. In den Regionen Bodensee-Alpenrhein, Arlberg und Kleinwalsertal gab es Nächtigungszuwächse. Die Alpenregion Bludenz musste ein sehr großes Minus von acht Prozent hinnehmen, wobei allerdings in
Brand die Nächtigungsziffer des Vorjahres in etwa gehalten
werden konnte. Nächtigungsverluste gab es in der Umgebung
von Bludenz, in einzelnen Gemeinden des Großen Walsertales
und im Klostertal. Im Montafon sank die Nächtigungsziffer in
der diesjährigen Wintersaison um drei Prozent, im
Bregenzerwald um 2,5 Prozent.

Nächtigungsziffer

Regionen
Nov. 1998
und
Nov. 1999
und
Veränderung

Februar 1999
Februar 2000
in %

Alpenregion
Bludenz
335.484
308.726

- 8,0

Arlberg
544.182
550.858

+ 1,2

Bodensee-
Alpenrhein
168.280
175.314

+ 4,2

Bregenzerwald
558.749
543.980

- 2,6

Kleinwalsertal
590.333
597.245

+ 1,2

Montafon
788.813
764.869

- 3,0

VORARLBERG
2.985.841
2.940.992

- 1,5

Das bisherige Nächtigungsminus in der Wintersaison
1999/2000 wirkte sich ausschließlich in den Privatquartieren
und Ferienwohnungen aus. In den privaten Ferienwohnungen sank
die Nächtigungsziffer gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent,
in den Privatzimmern um sieben Prozent und in den
gewerblichen Ferienwohnungen um 13 Prozent. In den Hotels, Gasthöfen und Pensionen haben aber die Nächtigungsziffern um
1,5 Prozent zugenommen. In den Massenunterkünften
einschließlich der Campingplätze gab es ein Minus von sechs Prozent. In den gewerblichen Betrieben wurden im Zeitraum
November 1999 bis Februar 2000 rund 1.792.200 Übernachtungen gebucht, in den Privatquartieren 958.100 und in den
verschiedenen Massenunterkünften 190.700 Nächtigungen.
(so/ug,nvl)

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