Steuern

Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Getränkesteuer Ausgabe vom 30. März 2000 Klagenfurt (OTS) Das Übel ist beseitigt. Es lebe das schlimmere Übel. Was bleibt dem leidgeprüften Österreicher außer Sarkasmus und Ironie? Vielleicht das Selbstmitleid. Sicher aber die Erkenntnis, dass nie Besseres nachfolgt. Auf Schlimmes folgt Schlimmeres. Auf die herbe Pille eine noch herbere. Auf die Getränkesteuer die Einsicht, dass nicht gegeben, dafür doppelt genommen wird. Wenn als Kompensation zum Wegfall der 5,8 Milliarden Schilling schweren Getränkesteuer - flugs- die Steuerschraube bei Tee, Kaffee, Bier und Gasthausspeisen angezogen wird, steht eines fest: Der Finanzminister hat nicht nur keine Ahnung vom Gastgewerbe, geschweige denn von der Tourismusbranche; der Minister hat vor allem und primär keine Ahnung vom Geldbeutelchen des österreichischen Durchschnittsbürgers. Wie auch: Zwischen 15.000 und 66.000 Schilling (netto und monatlich!) klaffen immerhin jene 51.000 Schilling, mit denen sich das Leben unbeschwert gedankenlos leben lässt ... Doch darauf wollen wir hier und jetzt gar nicht "herumreiten". Immerhin beschäftigt den Normalsterblichen wesentlicheres: Der Ärger, dass er doppelt draufzahlt. Trotz Getränkesteuer-Wegfall wird der Österreicher lange auf eine Verbilligung von alkoholischen Getränken warten müssen. Er wird solange warten, bis er sich der Vergeblichkeit seines Harrens bewusst geworden ist. Und bis er mit dem Aha-Erlebnis aufwacht, da ihm einflüstert:,,Dafür, dass Alkoholika nicht billiger geworden sind, darfst du jetzt auch bei Tee, Kaffee und Speisen draufzahlen. Du lieber, treuer Österreicher!"

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