- "Hausarrest" für NS-Arzt Heinrich Gross?

- Reinhard Haller, der vom Gericht bestellte psychiatrische Gutachter von Gross, fordert im NEWS-Interview eine neuerliche Untersuchung des 84jährigen unter "stationärer Beobachtung".

- Reinhard Haller klagt an: "Wurde vom Gericht zeitlich unter
Druck gesetzt, deshalb konnte ich kein echtes Gutachten, sondern nur einen Befund erstellen". Und: "Ich habe Gross nie als, vernehmungsunfähig" bezeichnet.

- Die Staatsanwaltschaft will Gross nun wegen zwei weiterer mutmaßlicher Morde anklagen.
Utl.: Vorausmeldung NEWS 13/00 vom 30.03.00 =

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS spricht Reinhard Haller, der psychiatrische Gutachter von Heinrich Gross, erstmals über seine Expertise. Er sagt: "Ich wurde vom Gericht zeitlich unter Druck gesetzt, deshalb konnte ich Gross nur kurz in seiner Wohnung untersuchen und damit kein echtes psychiatrisches Gutachten erstellen, sondern nur einen Befund." Und: "Ich habe Gross nie als "vernehmungsunfähig" bezeichnet".

Der Psychiater fordert im NEWS-Interview nun eine neuerliche Untersuchung von Gross, die unter "stationärer Beobachtung" stattfinden müsse. Eine solche Untersuchung könnte laut Justizministerium sogar durch Untersuchungshaft erzwungen werden, oder durch "Hausarrest".

Die Staatsanwaltschaft Wien will Heinrich Gross nun unabhängig vom laufenden Verfahren auch wegen zwei weiterer mutmaßlicher Mordfälle zwischen 1941 und 1943 anklagen.

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