Projekt "Öko-Regionen im Mostviertel"

Sobotka: Kontinuierliche Umorientierung statt Bioboom

St.Pölten (NLK) - In Waidhofen an der Ybbs präsentierte heute Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka das Projekt "Öko-Regionen im Mostviertel - Biologische Lebensmittel in der Großküche". An diesem Projekt beteiligt sind die Großküchen der Ostarrichi-Kaserne und der Landwirtschaftlichen Fachschule Gießhübl in Amstetten, der Birago-Kaserne in Melk, des Kinderheimes und des Krankenhauses Scheibbs sowie des Krankenhauses, des Landespensionisten- und Pflegeheimes, des Landesjugendheimes Reichenauer Hof und des Therapiezentrums Buchenberg in Waidhofen.

Sobotka betonte dabei die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Umorientierung in der Lebensmittelproduktion statt eines Biobooms. Das Tullner Pilotprojekt "Bio in der Großküche" habe gezeigt, dass 51 Prozent der Lebensmittel in vernünftigen ökologischen und ökonomischen Dimensionen aus der Bioschiene stammen können. Die für den Betreiber durchschnittlich anfallenden Mehrkosten von 8,4 Prozent stellten aber gesamt gesehen eine Senkung der Gemeinkosten dar.

Parallel zur Betreuung von Großküchen der Region wird das Institut für ökologischen Landbau der Universität für Bodenkultur erheben, wie weit ein regionaler Absatz auch über Großküchen regional- und volkswirtschaftlich wirksam ist. Speziell von dieser Studie erwartet sich Sobotka eine wissenschaftliche Untermauerung des niederösterreichischen Weges zu mehr Produktqualität. Er erwarte sich ein deutliches Signal in Richtung Klimabündnis (die biologische Landwirtschaft spart ca. 60 Prozent CO2-Emissionen ein) und bewusste Landschaftserhaltung durch die Landwirte. Das Mostviertel als kleinteilige Kulturlandschaft sei ohne Biolandbau undenkbar. "Ökoregionen im Mostviertel" soll aufzeigen, dass die Lebensqualität finanzierbar sei, so Sobotka abschließend.

Das vorerst bis Ende 2001 befristete Modellvorhaben wird im Gesamtumfang von 6 Millionen Schilling von Bund, Land und EU gefördert und von den Bioverbänden "Ernte für das Leben" sowie "Erde und Saat", vom Institut für biologischen Landbau, der BOKU und der NÖ "umweltberatung" verwirklicht. Das Mostviertel bietet sich für dieses Vorhaben besonders an, weil in den grünlanddominierten Regionen um Waidhofen und Scheibbs die Dichte an Biobau nicht nur niederösterreichweit, sondern sogar europaweit am höchsten ist. In manchen Gemeinden wirtschaften bereits mehr als die Hälfte der Landwirte nach den Richtlinien des biologischen Landbaues. Österreichweit gibt es ca. 20.000 biologisch geführte Bauernhöfe, in Niederösterreich sind es rund 3.000 Biobauern, das entspricht einem Anteil von 10 Prozent.

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