Resolution der ÖH Uni Innsbruck zum Studienförderungsgesetz

Wien (OTS) - Die Universitätsvertretung der ÖH Innsbruck hat in ihrer Sitzung, am 28. März 2000, eine Resolution zum Studienförderungsgesetz beschlossen. Der Antrag fand große Zustimmung des Gremiums, nicht dafür gestimmt hat ein Vertreter der GRAS. "Wenn der Entwurf in der geplanten Form umgesetzt wird, kommt es dadurch ganz klar zu einer Verschlechterung der sozialen Lage der Studierenden", so Markus Doppelbauer, Vorsitzender der ÖH Uni Innsbruck. "Wir hätten uns bei diesem Thema vor allem auch die Zustimmung der GRAS erwartet."

Folgende Stellungnahme wurde beschlossen:
Die Berücksichtigung der ÖH- Forderung zur Flexibilisierung der Verdienstfreigrenzen und die geplante Abschaffung der monatlichen Verdienstfreigrenzen, ist positiv zu bewerten. Jedoch kann die geplante Absenkung der Jahresverdienstgrenze von öS 99.000,- auf öS 47.747,- von der Hochschülerschaft unter keinen Bedingungen akzeptiert werden. Diese Maßnahme würde vor allem sozial schwächere Studenten treffen, die in ihrer Ferienzeit erwerbstätig sind, um sich so ihr Studium zu finanzieren. Weiters würde es nicht zu Verkürzung der Studienzeiten führen, sondern direkt zu einer Verschlimmerung des Schwarzarbeiterproblems.

Die Ankündigung, dass ein Magisterstudium spätestens 12 Monate nach der Beendigung des Bakkalaureats begonnen werden muss, um weiter Studienbeihilfe zu beziehen, ist direkt widersprüchlich zur ursprünglichen Intention des 3-gliedrigen Studiensystems. Das mögliche Sammeln von Praxis zwischen den Studien wird nicht, wie beabsichtigt, gefördert, sondern sogar behindert.

Die Hochschülerschaft an der Universität Innsbruck spricht sich dafür aus, dass Einsparungen im universitären Bereich nicht im Wissenschafts- und Lehrbereich getätigt werden sollen. Einsparungen in diesen Zukunftsbereichen sind als kontraproduktiv anzusehen. Eine effiziente Strukturierung der Verwaltung und das energieeffiziente Wirtschaften bieten hier Einsparungspotentiale, die volkswirtschaftlich verträglich sind und Österreich als Wissenschafts- und langfristig als Wirtschaftsstandort nicht gefährden.

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