ARBÖ: Zweiröhrig ausgebaute Straßentunnel erhöhen die Verkehrssicherheit

Lkw-Verkehr soll die Kosten bezahlen, die er auf Österreichs Straßen verursacht

Wien (ARBÖ) - Die Fahrt durch einen Straßentunnel hinterlässt nach wie vor bei vielen Autofahrern ein Unbehagen und Ängste. Die größte Möglichkeit, die Verkehrssicherheit in österreichischen Tunnelanlagen zu erhöhen, liegt laut ARBÖ darin, dass alle Tunnelanlagen auf zwei Röhren ausgebaut werden. Die Liste der einröhrigen Tunnelstrecken in Österreich ist lange, die finanziellen Möglichkeiten jedoch eingeschränkt.

Die nächste Ferienreisewelle in diesem Jahr steht mit dem
Beginn der Osterferien vor der Tür: Tausende Menschen werden
wieder die Urlaubsfahrt über eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung, die A10, Tauernautobahn, antreten.

Die vorjährige Tauerntunnelkatastrophe hat deutlich gemacht, dass am zweiröhrigen Ausbau des Tauern- und des Katschbergtunnels kein Weg vorbei führt. Dipl.-Ing. Martin Ognar, Leiter der ARBÖ-Technik, meint dazu: "Durch die dreimonatige Sperre des Tauerntunnels stieg der Verkehr auf den Ausweichrouten durch das Land Steiermark deutlich an. Man verzeichnete Zuwächse des Lkw-Transit um bis zu 80 Prozent und ein Ansteigen der
Verkehrsunfälle. Im Plabutschtunnel auf der A9, Pyhrnautobahn, stieg die Lkw-Frequenz um 22 Prozent. Dies verdeutlicht, dass der zweiröhrige Ausbau des Tauern- und in weiterer Folge des Katschbergtunnels aus Gründen der Verkehrssicherheit und Ökologie unbedingt erforderlich ist."

Wenn es einmal in einem Tunnel kracht, dann sind die Folgen
meist schwerwiegend. Sehr oft sind Lkw in gefährliche Zwischenfälle verwickelt. Daher ist es nach Meinung des ARBÖ unbedingt erforderlich, dass man den Schwerverkehr stärker auf die Schiene verlagert. Da die Straße für die Lkw viel zu billig ist, ist es höchste Zeit, dass die Lkw-Maut mit 1.1.2002 eingeführt wird und es zu keiner weiteren Verzögerung kommt. Die Lkw sollen die Kosten auch bezahlen, die sie auf Österreichs Straßen verursachen. Mit der Quersubventionierung des unternehmerischen Schwerverkehrs durch den privaten Pkw-Verkehr muss endlich Schluss sein.

"Eines ist jedoch gewiss, dass die modernsten Sicherheitsmaßnahmen in den Tunneln nicht jeden Unfall verhindern können. Es ist daher notwendig, dass alle Kraftfahrer bei jeder Fahrt durch einen Tunnel das Abblendlicht einschalten, die Geschwindigkeitsbegrenzungen und ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten. Bei den Lkw ist zusätzlich auf die Höhe und richtige Sicherung des Ladegutes zu achten," betont abschließend Dipl.-Ing. Ognar.

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