Kronberger: Nächster Ölschock kommt bestimmt

Sonne, Wasser, Wind und Biomasse als einzige ökologische Alternative

Wien, 2000-03-29 (fpd)-"Auch wenn sich die Mehrheit der OPEC-Staaten unter dem Druck der Industriestaaten allen voran den USA dazu entschieden hat ab 1. April wieder mehr Erdöl zu fördern, wird der Ölpreis nicht wesentlich sinken", sagte der EU-Abgeordnete und Umweltexperte Hans Kronberger aus Anlaß der heute in Wien beendeten Konferenz der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC).****

Eine Erhöhung der Erdölproduktion um mindestens 2 bis 3 Millionen Barrel pro Tag wäre laut Experten notwendig, um die steigende Nachfrage zu decken und in der Folge die erwünschte Preisreduktion zu erreichen. Tatsächlich wird die Produktion nur um täglich 1,452 Millionen Barrel mehr als bisher gefördert. "Langfristig gesehen müssen wir sogar mit einer weiteren Preissteigerung rechnen, denn an der von Experten immer wieder verlautbarten Tatsache, daß keine neuen Erdölvorkommen in größerem Ausmaß mehr entdeckt werden, läßt sich nichts rütteln. Schlimmer noch, Studien bestätigen, daß die Erdölvorkommen langsam zu Ende gehen, so daß wir uns in 10 - 15 Jahren bereits auf einen Rohölpreis von 50-60 US-Dollar je Barrel einstellen werden müssen", warnt Kronberger.

"Die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen müssen jetzt getroffen werden", fordert der EU-Abgeordnete, über dessen Stellungnahme zur verstärkten Nutzung von Strom aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse das Europäische Parlament morgen entscheiden werde.
"Das Ergebnis der OPEC-Konferenz zeigt wieder einmal mehr die verhängnisvolle Abhängigkeit der Industriestaaten von billigen Rohstoffpreisen und muß zum Anlaß genommen werden, eine Kehrtwende von der fossilen Energienutzung hin zu erneuerbaren Energien einzuleiten. Klimawandel, Ölkatastrophen und Kriege im Wettlauf um die fossilen Restressourcen dieser Welt sind die Folgen eines Energiesystems, das längst ausgedient hat. Erneuerbare Energien, wie Sonne, Wind, Biomasse und Wasser schonen nicht nur die Umwelt, sie sind auch, wie der Name schon sagt, in unendlichem Ausmaß verfügbar. Die Rahmenbedingungen für den Durchbruch erneuerbarer Energien müssen daher jetzt geschaffen werden", schloß Kronberger. (Schluß)

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