Sacher: Appell des NÖ Roten Kreuzes zum Zivildienerstopp: Zusammenbruch des Rettungsdienstes droht

Hilferuf des NÖ-RK-Präsidenten zu Zivildienerstopp wird gehört

St. Pölten, (SPI) - "Mit Erstaunen habe ich aus dem Bundesministerium für Inneres vernommen, und diese Aussagen
wurden Medien gegenüber auch bestätigt, dass aufgrund von Sparmaßnahmen vom Ministerium ab Juni 2000 keine Zivildiener
mehr zugewiesen werden sollen. Für das Rote Kreuz
Niederösterreich bedeutet das, dass im Juni 150 Zivildienstleistende und im Oktober 210 Zivildienstleistende
nicht mehr zum Sanitäter ausgebildet werden können und in
weiterer Folge auch im Rettungs- und Krankentransportdienst fehlen”, so ein Zitat aus einem eindringlichen Appell des Roten Kreuzes Niederösterreich, unterzeichnet von RK-Präsident Dr. Hadmar Lechner.****

"Ein weiterer Wegfall von Zivildienstleistenden wie oben bereits beschrieben, würde unweigerlich zu einer Gefährdung der Rotkreuz-Dienstleistungen im Rettungs- und Krankentransport
führen. Eine Lösung, welche schlussendlich erst in einigen
Monaten realisiert werden könnte, würde die NÖ Gemeinden zusätzlich massiv belasten. Ein plötzlicher Ausfall der Zivildienstleistenden würde zu einem Zusammenbruch des Rettungsdienstes führen, da ein Ersatz durch freiwillige Mitarbeiter unmöglich ist, bzw. durch hauptberufliche
Mitarbeiter nicht geschafft und vom Roten Kreuz nicht finanziert werden kann”, so ein weiterer Auszug aus dem Schreiben des Roten Kreuzes an den Sozialdemokratischen Landtagsklub
Niederösterreich.

"Selbstverständlich werden sich die NÖ Sozialdemokraten für die Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes des Roten Kreuzes
einsetzen und gegen den von Innenminister Ernst Strasser verkündeten Zivildienerstopp einsetzen. Deshalb werden wir auch
in der kommenden Landtagssitzung einen entsprechenden Antrag zur Sicherung der Tätigkeit der Rettungsdienste und
Hilfseinrichtungen in Niederösterreich einbringen”, spricht SP-Klubobmann LAbg. Ewald Sacher RKNÖ-Präsidenten Dr. Hadmar
Lechner seine Unterstützung aus.

"Es ist bezeichnend für die Grundeinstellung bestimmter
Politiker, die, als sie noch in Niederösterreich tätig waren,
von einer "Insel der Menschlichkeit” sprachen, kaum sind sie
aber in der neuen blauschwarzen Bundesregierung, die Weichen in Richtung "Unmenschlichkeit” stellen. Dies wird von den NÖ-Sozialdemokraten nicht hingenommen. Der von Innenminister Ernst Strasser verkündete Zivildienerstopp muss sofort zurückgenommen werden. Wir dürfen nicht auf dem Rücken der Sicherheit, der Älteren Generation und der Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft sparen”, so Klubobmann Sacher abschließend. (Schluss) fa

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