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LR Bischof: Das Drogenproblem geht uns alle an Gemeinsam alles tun, um Sucht zu verhindern

Bregenz (VLK) - Die Verantwortlichen von Land und Stand
Montafon haben auf die steigende Zahl von Suchtgiftanzeigen
prompt reagiert und auf einem "Drogengipfel" im Jänner dieses Jahres erste konkrete Ergebnisse erzielt. Der
Drogenbeauftragte des Landes, Primar Reinhard Haller, und der Drogenkoordinator des Landes, Thomas Boss, wurden mit der Erarbeitung eines Maßnahmenpaketes zur Suchtvorsorge für das Montafon beauftragt. Landesrat Hans-Peter Bischof präsentiert
jetzt das Ergebnis dieser Arbeit: "Wir haben hier ein
Konzept, das landesweit Modellcharakter hat und das wir in Abstimmung mit den Verantwortlichen der Montafoner Gemeinden umgehend in die Tat umsetzen wollen." ****

Wirksame Suchtvorsorge kann nicht nur durch Experten
geleistet werden. Sie geschieht im Erziehungsalltag "durch
uns alle". Der Schwerpunkt der Maßnahmen im Montafon wird
deshalb im Bereich der Information und Aufklärung von Eltern,
aber auch der Jugendlichen selbst liegen. Es geht um Ursachen
und Hintergründe, wie es zu Sucht kommt, die Wirkungen von illegalen Drogen und um Früherkennung.

Mit Herz und Verstand

"Ob ein Mensch in seinem Leben süchtig wird oder nicht,
hängt aber stark auch von den Umständen seiner Kindheit ab.
Das Suchtrisiko bei seelisch gesunden und zufriedenen
Kindern, deren besondere Persönlichkeit in der Erziehung mit
Herz und Verstand begleitet wird, ist wesentlich kleiner", so Landesrat Bischof. Durch frühzeitige Erkennung und gezielte Maßnahmen kann ein Abgleiten in die Sucht verhindert werden. Information und Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema
sind ein erster Schritt dazu.

Große Info-Veranstaltung am 5. April

Den Auftakt bildet eine große Informationsveranstaltung am Mittwoch, 5. April um 20.15 Uhr im Kultursaal Schruns. Am
Podium diskutieren Landesrat Bischof, Primar Haller,
Chefinspektor Reinhold Hinteregger von der Kriminalpolizei
Bregenz, Hauptschuldirektor Peter Both sowie Suchtberater der Drogenhilfe und Jugendvertreter.

Im Rahmen des Sofortmaßnahmenpaketes gibt es in den
nächsten Wochen zahlreiche Elternabende, Seminare und erlebnispädagogische Outdoortrainings für SchülerInnen und Lehrlinge, ein Kabarettprogramm sowie Peereducation-Projekte
unter dem Titel "Antworten zu Cannabis" von Jugendlichen für Jugendliche. Der Einsatz von "Step by Step", einem
didaktischen Schulungsprogramm für LehrerInnen der
Hauptschulen und Polytechnischen Lehrgänge auf CD-ROM, sowie "Eigenständig werden", ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention in den Volksschulen, runden das Maßnahmenpaket ab.

Eltern und Kinder gemeinsam

Alle SchülerInnen der Montafoner Volksschulen,
Hauptschulen und Polytechnischen Lehrgänge erhalten in den nächsten Tagen von ihren LehrerInnen Informationsbroschüren
zur Drogenproblematik und Suchtvorsorge, damit diese
wichtigen Informationen alle interessierten Eltern erreichen.
"Damit wollen wir Eltern und Jugendliche ermutigen, sich
gemeinsam über dieses sensible Thema auseinander zu setzen", erklärt Landesrat Bischof. Darin erfahren Eltern auch
mögliche Wege, wie Kinder und Jugendliche besser vor Sucht
und Drogenabhängigkeit geschützt werden können. "Das Drogenproblem geht uns alle an. Wir müssen deshalb gemeinsam
alles tun, damit unsere Kinder stark genug werden, diesen
Gefahren zu widerstehen", appelliert Landesrat Bischof an
alle.

Suchtvorbeugung in Lokalen

In einer Arbeitsgemeinschaft sollen gemeinsam mit
Gastwirten, Drogenfachleuten und der Exekutive
Rahmenbedingungen zur Suchtvorbeugung in von Jugendlichen
besuchten Lokalen erarbeitet werden.

Detaillierte Informationen stehen ab Samstag, 1. April
2000 auch im Internet bereit: www.supro.at/montafon

Veranstaltungstermine für die Montafoner Bevölkerung:

26. März
Infomobil auf der Ö3 Mountain Mania Party mit mobiler
Suchtberatung vor Ort. Information, Beratung, Broschüren.

5. April, 20.15 Uhr, Kulturhaus Schruns Informationsveranstaltung/Podiumsdiskussion mit Landesrat Dr. Hans-Peter Bischof, Univ.-Doz. Primarius Reinhard Haller, Drogenbeauftragter des Landes Vorarlberg, Chefinspektor
Reinhold Hinteregger, Kripo Bregenz, Mag. Werner Jochum, Vorarlberger Drogenhilfe, Direktor Peter Both, Johannes
Ganahl als Vertreter der Jugend, Moderation: Bürgermeister
Dr. Erwin Bahl.

7. April, 19.00 Uhr, Vereinshaus/Gemeindeamt St. Anton
Vortrag "Was tun gegen Drogen" mit Dr. Dedo Distler.

25. Mai, 20.15 Uhr, Vanülersaal, Partenen
Kabarett-Comedy-Show "Hacke dicht, oder was?". Auf lustige
und unterhaltsame Weise lässt Eisi Gulp uns über unsere Konsumgewohnheiten nachdenken. Eine Show, die Diskussionen
zwischen Eltern und Jugendlichen anregen soll.

26. Mai, 20.15 Uhr, Kultursaal, Schruns
"Hacke dicht, oder was?"

3. Juni
Infomobil bei der 50-Jahre-Feier der Hauptschule Schruns-Dorf
mit mobiler Suchtberatung vor Ort. Information, Beratung, Broschüren ect.
(hh/gw,nvl)

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