Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Die Raubritter sind im Anmarsch

Ausgabe vom 29.3.2000

Die FPÖ lehnt jede Erhöhung der Vignettengebühren ab, die Autofahrer sind ohnehin die Melkkühe der Nation. Die Raubritter sind wieder im Anmarsch. Mit diesen Worten kommentierte FPÖ-Klubobmann Herbert Scheibner die von der ASFINAG geforderte Erhöhung der Vignettengebühr. Obige Worte sind dem Freiheitlichen Pressedienst vom 7. Juli 1999 entnommen.

Wie rasch sich die Zeiten ändern. Aus der ehemaligen blauen Autofahrerpartei ist ein beinharter Koalitionspartner geworden, der die Wahlversprechen aus den glorreichen Oppositionszeiten schnell vergessen hat. Zu schnell für den Geschmack der Autofahrer, die jetzt dreifach zur Kasse gebeten werden. Einmal über das Mautpickerl, das auf 1000 Schilling erhöht wird, dann über die Motorsteuer und die Haftpfichtprämie und schließlich über die gigantischen Spritpreise. Ein Beispiel: Wer stolzer Golf-Besitzer ist, zahlt im nächsten Jahr 2000 Schilling mehr für sein Auto.

Blau-Schwarz messen zudem mit zweierlei Maß. Während dem Pkw-Fahrer der letzte Schilling aus dem Geldbörsel gezogen wird, bleiben andere Interessensgruppen verschont. Etwa die Bauern, die künftig billiges Heizöl statt Diesel tanken dürfen. Still ist es auch um die Lkw-Maut geworden. Die Belastungen treffen also wieder einmal die Kleinen und die Pendler. Die Raubritter sind tatsächlich im Anmarsch, wie Scheibner meinte. Doch diesmal kommmen sie aus dem blauen Lager und nicht aus der alten Regierung, die zwar ebenfalls kräftig absahnte, sich aber niemals anmaßte, die Autofahrer zu vertreten.

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