"Kleine Zeitung" Kommentar: "Verantwortung" (von Claus Albertani)

Ausgabe vom 29.3.2000

Graz (OTS) - Die Situation ist dramatisch: Die Österreicher
bleiben länger gesund und werden durchschnittlich viele Jahre älter. Weil das Bildungs- und Ausbildungsniveau ebenfalls ständig steigt, verdienen die Menschen auch mehr. Grund zur reiner Freude könnte man meinen.

Doch die Freude ist mehr als getrübt: Das Geld, das einerseits für höhere Pensionen und andererseits auch länger gezahlt werden muss, kommt von den Aktiven.

Deren zahlenmäßiger Zuwachs kann mit den Steigerungszahlen bei den Pensionisten nicht annähern mithalten. Rein mathematisch müssten alle Aktiven deutlich höhere Pensionsbeiträge leisten.

Oder der Staat springt mit allgemeinen Steuermitteln ein aber auch das geht hauptsächlich zu Lasten der aktiven Steuerzahler und damit zu Lasten künftiger Generationen.

Ein von der Regierung angestrebte Ausweg, zu mindest das Pensionsantrittsalter anzuheben, ist nicht nur zulässig, sondern für künftige Generationen geradezu ein Überlebensfrage. . So berechtigt Kritik an Einzelmaßnahmen sein kann: Wer, wie der ÖGB, zu Streiks dagegen aufruft, mag zwar bei einigen alten Mitgliedern punkten, er handelt für das Staatsganze völlig unverantwortlich. ****

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Redaktionssekretariat
Tel.: 0316/875-4032, 4033, 4035

Kleine Zeitung,

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKZ/OTS