AK zu Pensionskommission: Experten verschärfen unsozialen Belastungskurs

Wien (AK) - Die überfallsartige Anhebung des Pensionsantritts
- und noch dazu in Kombination mit einer Verschärfung der Abschläge -wird in den Expertenpapieren zurückgewiesen. Das bestätigt die Kritik der AK an diesen Plänen. Allerdings fehlen Vorschläge, die helfen, die Betroffenen länger in Arbeit zu halten. Darüber findet sich auch in den Expertenpapieren kein Wort. Den Plan einer Anhebung des Frühpensionsalters bei geminderter Erwerbsfähigkeit lehnt die AK striktest ab. Damit verschärfen die Experten noch den Belastungskurs der Regierung. Davon werden Menschen betroffen sein, die entweder bereits chronisch krank und dadurch bereits arbeitslos sind oder von Arbeitslosigkeit bedroht werden. Dass die betroffenen Männer und Frauen in Hinkunft 4,5 bzw 1,5 Jahre länger arbeitslos sein werden, wird die AK nicht hinnehmen. Die AK fordert von der Regierung sozial verträgliche Lösungen statt Belastungen.****

Länger arbeiten, aber wie?
Experten und Regierung sind säumig: Es wird nichts dafür getan, dass ältere ArbeitnehmerInnen Arbeit haben und arbeiten können - auf der anderen Seite soll der Zugang zur Pension ausgeschlossen werden, kritisiert die AK. Ältere Arbeitnehmer, die entweder bereits keine Arbeit haben und zudem krank sind, zu strafen, wird das Problem nicht lösen. Wer die Pensionen langfristig sichern möchte, muss rechtzeitig dafür sorgen, dass die Menschen auch länger arbeiten können. Die Formel dafür heißt: "Vorbeugen, sichern, Arbeit geben!". Als konkrete Forderungen verlangt die AK mehr Investitionen in Weiterbildung und Qualifikation, eine bessere Gesundheitsvorsorge für alle Arbeitnehmer, altersgerechte Arbeitsplätze und einen besseren Kündigungsschutz, einen stärkeren Malus für Unternehmen, die ältere Arbeitnehmer kündigen und konkrete Wiedereinstiegshilfen für ältere Arbeitslose.

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