Grollitsch kritisiert Polit-Pamphlet der Uni Wien

Wien, 2000-03-28 (fpd) - Der freiheitliche Wissenschaftspolitiker Abg. Udo Grollitsch wendet sich empört gegen das vom Senat der Universität Wien am 9. März d. J. beschlossene "Plädoyer für Vertrauen, Toleranz und Dialog". ****

Es sei unverständlich, so der Leobener FP-Abgeordnete, daß gerade die Universität Wien, die vorgeblich für "demokratische Prinzipien sowie Menschen- und Bürgerrechte" eintrete, sich in einem völlig ungerechtfertigten Kniefall vor der sogenannten "internationalen Öffentlichkeit" herabläßt, ein solches von Unwahrheiten und Gehässigkeiten strotzendes Pamphlet gegen eine demokratisch legitimierte Regierungspartei zu verfassen. Es sei unerhört, so Grollitsch weiter, angesichts der von der FPÖ unterschriebenen Präambel zur Regierungserklärung, in der sich letztere einmal mehr zu den Grundwerten der europäischen Staatengemeinschaft bekannt habe, den Freiheitlichen vorzuwerfen, sich nicht "klar von der schrecklichen Herrschaft des Nationalsozialismus" distanziert zu haben. Abgesehen davon sei eine solche ständige Distanzierung von "selbstredenden Grausamkeiten" absurd. Genauso gut könnte man von Politikern verlangen, explizit und regelmäßig alle einzelnen Tatbestände des Strafgesetzbuches zu verurteilen.

Im übrigen vermisse er, Grollitsch, jene im besagten "Plädoyer" betonte kritische Aufmerksamkeit gegenüber antidemokratischen Entwicklungen innerhalb der eigenen Universität. Wenn etwa wochenlang der größte Hörsaal der Uni Wien, das Audi Max, von linken, gewaltbereiten Chaoten besetzt werde, ein Millionenschaden entstehe, Prüfungen und Lehrveranstaltungen behindert würden, und der Rektor als Hausherr keine Veranlassung sehe, "dem Spuk ein Ende zu bereiten", so stelle sich für ihn, Grollitsch, die Frage, wie es denn hier mit den "demokratischen Prinzipien" stehe. "Wenn fleißige und lernwillige Studierende massiv behindert werden und jene Studentenvertreter, die sich erlauben, die Hörsaalbesetzung als undemokratisch zu verurteilen, aus dem Hörsaal geprügelt werden", so der freiheitliche Politiker weiter, "steht es schlimm um die vielgepriesene Toleranz und wahre akademische Freiheit."

Udo Grollitsch fordert den Rektor abschließend auf, sich von der ungeheuerlichen "Erklärung" des Senats "zur politischen Situation Österreichs" zu distanzieren und endlich zur Kenntnis zu nehmen, "daß die Freiheitliche Partei eine demokratisch legitimierte und zu den Grundwerten von Toleranz stehende politische Kraft ist." Freiheitliche Politik werde überdies immer bemüht sein, die Rahmenbedingungen für einen gedeihlichen Wissenschaftsbetrieb an den Universitäten sowie eine rege und intensive Zusammenarbeit derselben untereinander sowie mit internationalen Partnern sicherzustellen. Für die Unterdrückung akademischer Freiheiten, unter welchem Deckmantel auch immer, habe die FPÖ, so Grollitsch, aber weiterhin nicht das geringste Verständnis. (Schluß)

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