US-Kulturfreunde können auf Salzburg und Mozart bauen

Schausberger: Salzburg bleibt Treffpunkt der Kulturwelt / Stein aus Mozarts Geburtshaus für Chicago Symphony Orchestra

Salzburg (OTS) - Sprichwörtlich auf Salzburg und
Mozart bauen können amerikanische Kulturschaffende und Musikfreunde. Anlässlich des Eröffnungsfluges der
Austrian Airlines nach Chicago fand heute, Dienstag,
28. März, in der Chicago Symphony Hall die Übergabe
eines Ziegelsteines aus Mozarts Geburtshaus statt.
Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger und der
Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum, Dr.
Friedrich Gehmacher, überreichten den Stein an den
Präsidenten der Chicago Symphony Hall, Henry Fogel.

Schausberger betonte, dass Salzburg jedem Versuch, das
Bild Österreichs im Ausland verzerrt darzustellen,
durch sachliche Information und Aufklärung
selbstbewusst und entschieden entgegentreten und auch
in der Zukunft alle Chancen nützen werde, die ihm
seine Position als internationales Forum des geistig-
kulturellen Dialogs bietet, um im Sinne der
Völkerverständigung zu wirken. "Die Salzburger
Festspiele haben Weltgeltung als internationaler
Kulturträger und symbolisieren die Weltoffenheit und Völkerverbundenheit unseres Landes. Gerade in
schwierigen Zeiten haben sie sich als Treffpunkt der
Welt bewiesen und damit eine wichtige Kontinuität
hergestellt", sagte Schausberger.

Diese Schenkung an die Chicago Symphony Hall
Vereinigung ist als Geste der Verbundenheit zwischen
Österreich, insbesondere dem Land Salzburg und Chicago
zu verstehen, und wird durch den Staat Österreich, das
Land Salzburg, die Austria Airlines und die
Internationale Stiftung Mozarteum ermöglicht. Der
Ziegelstein wurde bei einer Renovierung des Gebäudes
aus dem Mauerwerk als Probe entnommen. Als
Symbolträger für die Kultur- und Mozartstadt Salzburg
soll er bei geeignetem Anlass mit Salzburg-Bezug in
der Lobby des Chicago Centers öffentlich gezeigt
werden. Vorerst wird er dem Archiv der Chicago
Symphony Hall überlassen.

In der Musikstadt Chicago, berühmt durch das Chicago
Symphony Orchestra und die Lyric Opera, befindet sich
auch eine der mehr als 70 weltweit tätigen und von der Internationalen Stiftung Mozarteum anerkannten Mozart-
Gemeinden, mit welchen ein reger und fruchtbarer
Austausch besteht.

Spitzenorchester mit Festspielbezug

Das international tätige Chicago Symphony Orchester
blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte
zurück und arbeitet seit 1991 mit Daniel Barenboim
zusammen. Zuvor leitete Sir Georg Solti das Chicago
Symphony Orchestra, der nach dem Tod Herbert von
Karajans kurzfristig in die musikalische Leitung der
Salzburger Festspiele eingesprungen war und die
Osterfestspiele über viele Jahre hindurch künstlerisch
leitete und begleitete. Das Chicago Symphony Orchestra
verbindet ebenfalls eine Tradition mit den Salzburger
Festspielen, wo das Orchester bereits mehrmals
spielte. Als Gastdirigent konnte 1995 Pierre Boulez
gewonnen werden.

Das Geburtshaus Mozarts in Salzburg

Das Haus in der Getreidegasse 9 wurde im 12.
Jahrhundert auf dem Boden des St. Petrischen
Frauengartens errichtet. Die beiden Torflügel, die das
Wahrzeichen des Äskulap, die geringelte Schlange im
Löwenmaul, tragen, zeugen heute noch von diesem
berühmten Besitzer. Nach seiner Heirat mit Anna Maria
Pertl am 21. November 1747 zog Leopold Mozart in den
dritten Stock dieses Hauses. Die Wohnung bestand aus
einer Küche, einem kleinen Kabinett, einem Wohn- und
Schlaf- und einem Arbeitszimmer. Im Geburtshaus
entstanden die ersten Werke Mozarts, Klaviermenuette,
Symphonien, Serenaden, Kassationen und geistliche
Werke sowie das geistliche Singspiel "Die Schuldigkeit
des Ersten Gebots" KV 35 die "Grabmusik" KV 42 und die
lateinische Komödie "Apollo et Hyacinthus" KV 38.

1856 wurde zum 100-Jahr-Jubiläum im Geburtshaus eine
Ausstellung zum Leben und Werk Mozarts gezeigt, 1880
wurde hier von der Internationalen Stiftung Mozarteum
ein Mozart-Museum errichtet. 1917 konnte das Haus von
dieser Institution erworben und systematisch zu einer Mozart-Gedenkstätte umgestaltet werden. Heute stellt
Mozarts Geburtshaus neben dem Mozart-Wohnhaus im
Tanzmeisterhaus die wichtigste internationale
kulturelle Begegnungsstätte in Salzburg dar.

Stiftung Mozarteum pflegt Mozart-Erbe

Die internationale Stiftung Mozarteum ist ein in
Salzburg eingetragener Verein mit der Aufgabe, die
Tonkunst Mozarts und die Tonkunst im Allgemeinen zu
pflegen und zu fördern, die Kenntnis der
Persönlichkeit und des Schaffens Mozarts zu vertiefen
sowie das Gedenken an Mozart, sein Werk und seine
Familie zu wahren. Ihre Hauptaufgaben bestehen in der

Ausgestaltung des Mozarts-Archivs, der Bibliotheca
Mozartiana und der theatergeschichtlichen Sammlung

Förderung der Mozart-Forschung

würdigen Erhaltung aller Mozart-Erinnerungsstätten,
insbesondere von Mozarts Geburtshaus mit allen Ausstellungsräumlichkeiten, dem Mozart-Wohnhaus am
Makartplatz, dem Zauberflöten-Häuschen im
Bastionsgarten des Mozarteums und der Mozart-
Gedenkstätte in St. Gilgen

Erhaltung des Mozarteum-Gebäudes (Schwarzstraße 36)

Herausgabe der gesamten Werke Mozarts und anderer
Publikationen

Zusammenarbeit mit der Musik-Universität Mozarteum

Veranstaltung der jährlich Ende Jänner stattfindenden
Mozartwoche mit rund 35 Konzerten und der Konzert-
Saison mit durchschnittlich 35 Konzerten zwischen
September und Juni

sonstige Aktivitäten zur Förderung und Vertiefung des
Wissens um Mozart, sein Leben und Schaffen.

Die Internationale Stiftung Mozarteum blickt 2000 auf
120 Jahre der Begegnung, der musikalischen
Konfrontation und Auseinandersetzung, des fördernden
und pädagogischen Wirkens für die Musik zurück. Die
Wurzeln der Stiftung finden sich in dem 1841 von
engagierten Salzburger Bürgern mitbegründeten "Dom-
Musik-Verein und Mozarteum".

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