ÖGB Csörgits: Pensionsreform führt in soziale Sackgasse

Blau-schwarze Regierung trifft Schwächste in der Gesellschaft

Wien (ÖGB). Es sei zutiefst unsozial, das Frühpensionsalter wegen krankheitsbedingter Erwerbsunfähigkeit zu erhöhen, kritisierte heute ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin, Renate Csörgits, die Vorschläge der Expertenkommsission zur Pensionsreform. Damit werde die Pensionsreform auf die Schwächsten in der Gesellschaft - auf Kranke - abgewälzt. ++++

”Kranke noch zusätzlich zu bestrafen, indem man das Pensionsalter anhebt, ist zutiefst unsozial”, so Csörgits, ”und ein direkter Weg in die soziale Sackgasse”. Wenn die Möglichkeit fehlt, auf Grund von Krankheit in vorzeitige Alterspension zu gehen, sei die Alternative Arbeitslosigkeit und mittelfristig ein jahrelanges Darben in Notstandshilfe. Csörgits befürchtet soziale Härten in unerwartetem Ausmaß.

Besonders krasse Auswirkungen sieht Csörgits auf Frauen zukommen:
Frauen, die auf Grund des ”zu hohen” Partnereinkommens keine eigenständige Notstandshilfe bekommen, werden auf diese Weise für Jahre in finanzielle Abhängigkeit getrieben, so die ÖGB-Vizepräsidentin.

Csörgits: ”Nach wie vor, fehlen Maßnahmen, ältere ArbeitnehmerInnen in Beschäftigung zu halten. 50-jährige auf die Straße zu setzen, und dann in die Arbeitslosigkeit zu schicken, kann wohl kaum als politisches Konzept betrachtet werden."

Csörgits abschließend: ”Der ÖGB hat umfassende Vorschläge zu diesem Thema unterbreitet. Statt das Problem ständig am Rücken der Betroffenen auszutragen, ist es höchste Zeit greifende Maßnahmen auch in die Tat umzusetzen.” (bfm)

ÖGB, 28. März 2000 Nr. 203

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