"Neues Volksblatt" Kommentar: "Pansionen" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 28. 3. 2000

Linz (OTS) - Sparbuch, Auto und Pension sind die heiligen Kühe der Österreicher. Wer an der Anonymität des Sparbüchls kratzt (sie fällt bekanntlich ab November), wer den Benzinpreis oder andere Autokosten in die Höhe schnalzt oder wer "wohlerworbene" Pensionierungs-Rechte in Frage stellt, darf mit Unmut und Verärgerung der Bevölkerung rechnen.Für die Ausweispflicht in Sachen Sparbuch muss die neue Regierung zwar nicht geradestehen, (sie wird von der EU verlangt), für höhere Autobetriebskosten oder weniger angenehme Pensionsregelungen liegt die Verantwortung jedoch bei ÖVP und FPÖ. In Sachen Auto hat sich die Regierung (im Gegensatz zu Plänen der SPÖ, die bei den Treibstoffpreisen noch mehr abkassieren wollte) zu einer Anhebung der motorbezogenen Versicherungssteuer und zu einem höheren Vignettenpreis entschlossen. Kein Grund zu jubeln, aber eine vertretbare Maßnahme angesichts der Edlinger-Hinterlassenschaft. In Sachen Pensionen sind die Würfel noch nicht gefallen. Meldungen, wonach vornehmlich jene zum Handkuss kommen sollen, die krankheitshalber früher als gewollt aus dem Berufsleben ausscheiden müssen, sind hingegen weniger verständlich. Rauch-Kallats "persönliches Nein" dazu sollte Nachahmung finden.

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