Freiwillige Leistungen müssen belohnt werden!

Wien (OTS) - Im Leitbild des bundesweiten Arbeitskreises für umweltbewußtes Management - B.A.U.M. - ist die Eigenverantwortung und -initiative umweltorientierter Unternehmen bereits seit mehr als 10 Jahren festgeschrieben. Mit einer Veranstaltung zum Thema "Die EMAS Verordnung und Verwaltungsvereinfachungen in Österreich" will das Netzwerk umweltorientierter Unternehmen ein Signal setzen, damit freiwilliges ökologisches Engagement auch vom Gesetzgeber anerkannt wird.

Österreich nimmt gemeinsam mit Deutschland eine Spitzenposition ein, wenn es um die Zahl der nach der EMAS-Verordnung zertifizierten Unternehmen geht. Vorreiter ist die heimische Verwaltung aber auch, wenn es um bürokratische Hürden geht. "Eine Effiziensteigerung in der Umweltpolitik muß daher zwei wesentliche Richtungen verfolgen: das Zertifizierungs-verfahren muß vereinfacht werden und Unternehmen, die Umweltmanagementsysteme implementieren, müssen bei der Anwendung verwaltungsrechtlicher Vorschriften Erleichterungen erhalten," fordert Karl-Heinz Kopf, stellvertretender Vorsitzender des parlamentarischen Umweltausschusses anläßlich der Podiumsdiskussion im Umweltministerium.

Sechs Gute Gründe für EMAS-zertifizierte Betriebe

EMAS-zertifizierte Betriebe erbringen eine Reihe freiwilliger Leistungen, wie etwa die Erstellung eines Umweltregisters oder die Veröffentlichung einer Umwelterklärung. Daß dieser Aufwand belohnt werden muß und klare, einfache Regelungen eine grundlegende Forderung für die gesamte künftige Rechtsentwicklung darstellen, steht für die Referenten und Teilnehmer der Veranstaltung außer Frage. "Die Problematik liegt im Detail und in der Umsetzung," ist Umweltrechstexperte Dr. Christian Onz überzeugt. Dr. Wolfgang List, EMAS-Experte aus dem Umweltministerium stellte in seinem Vortrag sechs konkrete ordnungsrechtliche Deregulierungsansätze vor, die den Auftakt für weitere Diskussionen - weit über die Veranstaltung hinaus - bilden werden. "Die Vereinfachungen beziehen sich im wesentlichen auf die Anlagengenehmigungen und -bescheide, die betrieblichen Beauftragten sowie Kontroll- und Meldepflichten", so List.

Mit dieser Veranstaltung wurde auf Initiative von B.A.U.M. Österreich ein neuer Weg beschritten. "Erstmals ist hier bereits vor der Gesetzwerdung einen Diskussionsprozess auf breiter Basis in Gang gesetzt worden, der ein praxisnahes Agieren aller Beteiligten erlaubt," ist Dr. Walter Seeböck, Präsident von B.A.U.M.-Österreich überzeugt.

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