Hochkonjunktur am Stahlsektor: Stahl wird in Österreich knapp und teuer

Wien (OTS) - Knapp und teuer, und das zumindest bis zum Jahresende
- so sieht die Marktprognose der Fachvereinigung des österreichischen Stahlhandels für das Jahr 2000 aus. Begründung: Die anhaltende internationale Hochkonjunktur am Stahlsektor. Vor allem die wirtschaftliche Lage in den USA und dem Fernen Osten sowie der hohe Dollar-Kurs schirmen im Unterschied zum Vorjahr den europäischen Markt von Importen extrem ab. Die Preissteigerungen der letzten 6 Monate liegen bei den diversen Produktkategorien im Durchschnitt zwischen 15% und 20%. Weitere Erhöhungen bis zum Jahresende sind zu erwarten.

Vermehrte Exportchancen für Stahl aus Österreich

"Dieser Umstand erhöht auch die Exportchancen für Stahl aus Österreich" - so die Fachvereinigung des österreichischen Stahlhandels weiter - "und wird kurz- bis mittelfristig zu einer Verknappung der Stahlprodukte in allen Bereichen führen".

Zugleich rechnet Österreichs Stahlhandel konkret mit einem weiteren Ansteigen der Preise - übrigens bei allen europäischen Stahlwerken. Dies wird auch in den laufenden Kalkulationen des österreichischen Handels seinen Niederschlag finden müssen.

Bei allen Flachprodukten (Bleche) sind die Preise in den letzten 6 Monaten um durchschnittlich 20% gestiegen. Bis zum Jahresende erwartet man sich eine weitere Steigerung von bis zu 20%. Die Preise für Langprodukte wie Bewehrungsstahl, Stabstahl, Träger u.a. haben eben-falls kräftig zugelegt: In den letzten 6 Monaten konnte ein Plus von rund 15% verzeichnet werden; bis Jahresende erwartet man einen weiteren Anstieg von mindestens 10%.

Die zusätzlich auf den Markt kommenden Kapazitäten werden von den Großabnehmern übernommen. Dies betrifft vor allem den sogenannten Sektor der "oberflächenbeschichteten Produkte". Hier erwarten sich die Stahlwerke eine steigende Nachfrage bei der Automobil- als auch bei der Haushaltsgeräteindustrie.

Stahlmarkt Österreich

1999 konnten in Österreich insgesamt 5,2 Mio. Tonnen Rohstahl erzeugt werden. Daraus wurden in der Walzwarenproduktion 3,6 Mio. Tonnen Flachprodukte und 1,1 Mio. Tonnen Langprodukte gefertigt.

Die Importe beliefen sich auf etwa 1,6 Mio. Tonnen, während österreichische Werke knapp über 2 Mio. Tonnen ins Inland lieferten. Der österreichische Stahlhandel - vertreten durch die Fachver-einigung des österreichischen Stahlhandels - kann dabei ein Gesamtliefervolumen von 1,6 Mio. Tonnen verzeichnen.

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