Marboe gegen diffamierende Plakatkampagne

Wien,(OTS) Gegen eine geplante Plakatkampagne des Festivals "Wien ist andersrum" sprach sich Kulturstadtrat Peter Marboe aus. Die Kampagne , so Marboe , sei auf persönliche Diffamierung ausgelegt und überschreite die Grenzen des Zumutbaren.

Marboe im Wortlaut: "Für Verhetzung und persönliche Herabsetzung darf es in Wien und insbesonders auch im Wiener Kulturleben keinen Platz geben. Das trifft für politische Parteien genauso zu wie für Festivalveranstalter.

Auch für ‚schlechten Geschmack’ gibt es Grenzen, die mit der Bewerbung der diesjährigen Präsentation von ‚Wien ist andersrum’ überschritten wurden. Es ist ganz gleichgültig, woher solche Verhetzungen kommen oder gegen wen sie sich richten.

Die zuständige Kulturabteilung distanziert sich nachdrücklich von einer derartig menschenverachteten Werbekampagne und hat sämtliche Unterlagen der zuständigen Rechtsabteilung zur Überprüfung übergeben.

Die Kulturabteilung legt Wert darauf, dass vom Verein "Ecce homo" lediglich konkrete Projekte im Rahmen des erwähnten
Festivals vorgelegt und anschließend in der Gesamthöhe von ÖS 600.000 vom Kulturausschuss bzw. vom Gemeinderat beschlossen
wurden. Einen Zusammenhang mit der geschmacklosen Werbekampagne durch die Verwendung des Subventionslogos herzustellen, ist ein
wohl beabsichtigter unverschämter Missbrauch einer getroffenen Vereinbarung.

Dem vordergründig immer wieder betonten Anliegen, mit dem Festival für mehr Toleranz und Akzeptanz den Schwulen und Lesben gegenüber einzutreten, wird damit ein denkbar schlechter Dienst erwiesen.

So wie seinerzeit die FPÖ für das unselige Jelinek-Peymann-Häupl-Plakat, so tragen diesmal die Festivalveranstalter die persönliche Verantwortung für diese schäbige Werbekampagne.

Peinlich und unzumutbar ist auch die Hinzufügung des Kennzeichens des österreichischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus ‚O5’. Für eine derartige Verniedlichung des Schreckens und der Rechtlosigkeit der Nazizeit kann es kein Verständnis geben. Die Frauen und Männer von ‚O5’ sind von einem Terrorregime verfolgt und ermordet worden oder waren bis zum Kriegsende mit dem Leben bedroht.

Es ist unbegreiflich, dass ein Festival, das Toleranz und Verständnis wecken will glaubt, das mit einer derartig inhumanen und unreflektierten Werbekampagne erreichen zu können." (Schluss) gab

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