ots Ad hoc-Service: ADITRON AG <DE0007035107> Rheinmetall bringt Elektronikunternehmen ADITRON an die Börse

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Rheinmetall bringt
Elektronikunternehmen ADITRON an die Börse

Die ADITRON AG, Düsseldorf, in der Rheinmetall seine Aktivitäten auf dem Gebiet der industriellen Elektronik zusammengefaßt hat,wird am 27. März 2000 erstmals an der Börse notiert. ADITRON nimmt dabei die bislang für die KIH Kommunikations Industrie Holding AG, Karlsruhe, geltende Börsennotierung im Geregelten Markt an den Börsen in Frankfurt am Main und Stuttgart neu auf. Gleichzeitig beginnt die dreimonatige Umtauschfrist, in der die Aktionäre der auf die ADITRON AG verschmolzenen KIH AG ihre alten Aktien in Anteile der ADITRON AG umtauschen können.

Die ADITRON AG hat hierzu durch eine Kapitalerhöhung um 3.502.080 Euro auf nunmehr 40.857.600 Euro insgesamt 1.368.000 neue auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben. Auf je eine KIH-Vorzugsaktie im Nennwert von 50,00 DM entfallen drei und auf je zwei KIH-Stammaktien im Nennwert von 50,00 DM sieben auf den Namen lautende, nennbetraglose Stückaktien der ADITRON AG. Den Stammaktionären der KIH AG wird darüber hinaus eine bare Zuzahlung von 0,69 Euro je Stammaktie gezahlt. Nach zwei dividendenlosen Jahren werden die Aktionäre der KIH AG aus diesen neuen Aktien der ADITRON AG für das gesamte Jahr 1999 erstmals wieder gewinnberechtigt sein.

Die Verschmelzung der KIH AG auf die ADITRON AG erfolgt rückwirkend zum 1. Juli 1999 und wurde mit der Eintragung im Handelsregister Düsseldorf am 24. März 2000 wirksam. Am Grundkapital der ADITRON AG hält Rheinmetall einen Anteil von 96,7 %; die restlichen 3,3 % (free float) werden von den freien Aktionären der ehemaligen KIH AG gehalten.

Die Kernkompetenzen von ADITRON liegen in den wachstumsstarken Zukunftsmärkten der Automobilelektronik, der Kommunikationstechnik sowie der Sicherheitstechnik. Eine in Teilbereichen bestehende deutliche Marktführerschaft (insbesondere bei Heimann Systems in der Röntgentechnologie für Sicherheitsanwendungen) verschafft ADITRON darüber hinaus eine gute Ausgangsposition sowohl für künftiges internes Wachstum als auch für angestrebte Akquisitionen und Kooperationen.

Erwerb der EMG EuroMarine-Gruppe

Rückwirkend zum 1. Januar 2000 wird die ADITRON AG von der Rheinmetall DeTec AG deren Beteiligung an der EMG EuroMarine Electronics GmbH, Hamburg, übernehmen. Die EMG war 1999 durch Fusion der in der industriellen Schiffselektronik tätigen STN ATLAS Marine Electronics GmbH, einer Tochtergesellschaft der Rheinmetall DeTec AG, mit dem Marinegeschäft der SAIT-Radio Holland-Gruppe entstanden. Rheinmetall ist an diesem Joint Venture zu 50 % beteiligt und übt die industrielle Führung aus.

Die EuroMarine-Gruppe ist in Europa ein führender Anbieter von Schiffselektronik mit Produktschwerpunkten in der Energie- und Antriebstechnik, der Automationstechnik sowie der Kommunikations- und Navigationstechnik. Für das laufende Geschäftsjahr 2000 erwartet die EMG mit rund 2.300 Mitarbeitern einen Umsatz von 400 Mio EUR.

ADITRON 1999 erfolgreich

ADITRON erzielte 1999 einen Umsatz von 686 Mio EUR. Damit erhöhte sich das Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahreswert um 4,5 %. Das stärkste Wachstum erzielte Heimann Systems, gefolgt von Hirschmann. Der Auftragseingang erreichte mit 666 Mio EUR einen Wert auf Vorjahreshöhe. Der Auftragsbestand am Jahresende 1999 lag bei 220 Mio EUR. Das Ergebnis vor Steuern betrug rund 16 Mio EUR. Ende 1999 waren in der ADITRON-Gruppe 5.598 Mitarbeiter (-6,6 %) beschäftigt.

Nach der Verschmelzung der KIH AG auf die ADITRON AG und dem Erwerb der EuroMarine besteht die ADITRON-Gruppe künftig aus den Bereichen EMG EuroMarine, Hirschmann, Preh, Heimann Systems und PAT, die in den drei Geschäftsfeldern Communication, Control und Security tätig sind.

Die ADITRON AG erwartet im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 1,1 Mrd EUR und wird künftig knapp 8.000 Mitarbeiter beschäftigen. Neben Zuwächsen im Inlandsgeschäft werden vor allem überdurchschnittliche Steigerungen beim Auslandsumsatz erwartet.

Personelle Änderungen

Dr. jur. Michael Fritzsche (50), seit 1992 in verantwortlichen Führungsaufgaben in der Rheinmetall-Gruppe tätig, ist seit 1.März 2000 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der EMG EuroMarine Electronics GmbH, Hamburg. Gleichzeitig gehört er weiterhin dem Vorstand der ADITRON AG an.

Bereits Ende Februar 2000 ist Dipl.-Kfm. Peter Wich (53), der die Verantwortung für das Ressort Finanzen und Controlling innehatte, aus der Geschäftsführung der EMG ausgeschieden, um konzernübergreifende Projekte bei Rheinmetall in Düsseldorf zu begleiten. Seine Aufgaben bei EMG übernimmt künftig Dipl.-Kfm.Jacques Debulpaep (51), der bereits mit Gründung der EMG EuroMarine Electronics am 1. Oktober 1999 in die Geschäftsführung der EMG eingetreten ist.

Die Geschäftsführung der EMG besteht damit künftig aus Dr. jur. Michael Fritzsche (Vorsitz) sowie den bisherigen Geschäftsführern Dipl.-Ing. Heinz Baier (59) und Dipl.-Kfm.Jacques Debulpaep.

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