Österreich nur der Vorwand für das Ringen um Macht in der EU

Weitra, 2000-03-25 (OTS) - Die Niederstufung der bilateralen Beziehungen zwischen den EU-Staaten und Österreich ist nur der Vorwand. Tatsächlich geht es nach dem Abgang von Helmut Kohl darum, wer innerhalb der EU in Zukunft die Macht hält. Frankreich und Spanien meinen Deutschland, zielen aber derzeit auf Österreich. So die EU-Parlamentarierin Ursula Stenzel bei einer Diskussion in Weitra (Niederösterreich).

Die Politik der Isolation durch einzelne EU-Staaten werde sicher noch einige Zeit andauern, zumal derzeit in der EU selbst eine gewisse Stagnation, was gerade die innere Reform betrifft, festzustellen sei und große Entscheidungen, die auch der Zustimmung Österreichs bedürfen, erst 2002 anstehen. Umso wichtiger sei es daher für Österreich, dass es am Prozess der Erweiterung der EU besonders aktiv teilnimmt und eine Vorbildfunktion einnimmt.

Stenzel konstatiert im übrigen eine "Asymetrie" in Bezug auf die Behandlung von Rechtsextremismus auf der einen und Linksextremismus auf der anderen Seite. So werde etwa das 68er Jahr von den Linksintellektuellen mit der Studentenrevolte im Westen verbunden, die Unterdrückung des Prager Frühlings durch den sowjetischen Panzerkommunismus aber zugedeckt.

LH Pröll sichert Ausbau des Kulturstandorts Weitra zu

Wie Bürgermeister Werner Himmer berichtete, wird am 28. April 2001 im Schloss Weitra eine "Politische Erlebniswelt" eröffnet, die sich mit einem wichtigen Kapitel der Zeitgeschichte, nämlich des Eisernen Vorhangs und dem Sieg der Demokratie über das kommunistische System beschäftigt.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll hat Weitra für dieses nicht nur für das Waldviertel sondern auch für Europa wichtige Projekt die Unterstützung des Landes zugesagt.

Die "Politische Erlebniswelt" wird übrigens alljährlich durch Sonderausstellungen ergänzt. Den Auftakt macht heuer von Ende August bis Ende Oktober eine Schau, die Malerei aus Deutschland vor und nach 1945 präsentiert, wobei die meisten Exponate zum erstenmal in Österreich zu sehen sein werden.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Verein zur Dokumentation der Zeitgeschichte
Mag. Vytiska - Tel. 0664/132 1 132
ß
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS