Ehrenamt/Studie/Sausgruber

58 Prozent der Vorarlberger sind ehrenamtlich aktiv LH Sausgruber präsentierte Studie "Ehrenamtliche Arbeit in Vorarlberg"

Bregenz (VLK) - Im Auftrag der Vorarlberger
Landesregierung wurde von der Abteilung für Sozialpolitik der Wirtschaftsuniversität Wien eine Studie über die
ehrenamtliche Arbeit in Vorarlberg verfasst. Landeshauptmann
Herbert Sausgruber präsentierte heute, Donnerstag, gemeinsam
mit den Verfassern der Studie, Univ. Prof. Christoph Badelt
und Eva Hollerweger, die Ergebnisse: "Die Tatsache, dass
nahezu alle Bevölkerungsschichten ehrenamtlich engagiert
sind, belegt das hohe Maß an sozialen Zusammenhalt, das
Vorarlberg prägt" (Sausgruber). ****

Professor Badelt erläuterte die drei Ziele der Studie zum Ehrenamt: "Die Studie soll erstens ein detailliertes Bild des Ausmaßes und der Formen ehrenamtlicher Arbeit in Vorarlberg zeichnen. Zweitens sollen die Ergebnisse einer kritischen
Analyse aus gesellschafts- aber auch sozialpolitischer Sicht unterzogen und drittens mögliche politische Maßnahmen
aufgezeigt werden."

Eva Hollerweger nannte einige Zahlen und Fakten zum Thema Ehrenamt: "Mehr als 58 Prozent der Vorarlberger sind in
irgendeiner Form ehrenamtlich aktiv. Die wichtigsten
Arbeitsbereiche sind soziale Dienstleistungen,
Nachbarschaftshilfe, Sport, Kulturwesen, Katastrophenhilfe, religiöse u. politische Arbeit, sowie Umwelt- Natur- und Tierschutz." Männer sind grundsätzlich etwas stärker
ehrenamtlich tätig als Frauen, der durchschnittliche
Zeitaufwand liegt bei rund 6,88 Stunden in der Woche, in Einzelbereichen liegen die Werte deutlich darüber. Das hochgerechnete Arbeitsvolumen (ca. eine Million Stunden pro
Woche) entspricht zwischen 21.000 und 30.000 Vollzeitsarbeitsplätzen.

Starke Bedeutung informeller ehrenamtlicher Arbeit

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch eine starke
Bedeutung informeller ehrenamtlicher Arbeit. Badelt:
"Besonders massiv zeigt sich dies in den Bereichen der Nachbarschaftshilfe und der sozialen Dienste, die sogar
überwiegend außerhalb von Organisationen durchgeführt
werden." Weitere Ergebnisse: Menschen, die erwerbstätig sind
oder Kinder zu versorgen haben, sind besonders in der Ehrenamtlichkeit engagiert; viele Ehrenamtliche sind in
mehreren Tätigkeitsfeldern aktiv; Frauen sind öfters in ausführenden, Männer in leitenden ehrenamtlichen Tätigkeiten
zu finden.

Maßnahmen der Landesregierung

Für Landeshauptmann Sausgruber ist es die Aufgabe der
Politik, "auf der praktischen Ebene Vorkehrungen zu treffen,
d.h. notwendige Rahmenbedingungen schaffen, dass
ehrenamtliche Arbeit stattfinden kann". Sausgruber kündigte
die Weiterführung der Aktion Ehrenamt mit öffentlicher
Würdigung des ehrenamtlichen Engagements an, "wobei die Schwerpunkte zukünftig auf Bezirksebene liegen werden. Auch
das informelle Ehrenamt wird künftig stärker berücksichtigt werden." Weitere Maßnahmen betreffen das Angebot an
praktischen Hilfen, das weiterhin bestehen bleibt. Stichworte
dazu: Neuauflage des Vereinshandbuches, Förderung von Aus-
und Weiterbildungsangeboten, Internet als
Informationsdrehscheibe, EDV-Vereinsverwaltung
(Vereinsassistent). Künftig wird das Büro für Zukunftsfragen Anlaufstelle für Vereine sein.
(tm/dig,nvl)

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