AKNÖ-Präsident Staudinger: Neue Perspektiven für 150 Waldviertler Beschäftigte!

"Offene Arbeitsstiftung Waldviertel" startet am 3. April 2000

Wien (OTS).- "Mit diesem Projekt werden über 150 Arbeitsplätze im Waldviertel gesichert, die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten moderne Ausbildungen, neue Perspektiven und bessere Zukunftschancen." Das stellt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, zur "Offenen Arbeitsstiftung Waldviertel" fest, die am 3. April in Gmünd, Krems und St. Pölten startet. Die Stiftung kann aufgrund der Finanzierungsmöglichkeiten aus dem Territorialen Beschäftigungspakt (TEP) in diesem Umfang durchgeführt werden und ist mit 150 Teilnehmern die größte Regionalstiftung in Niederösterreich.

AKNÖ-Präsident Staudinger, der Initiator des TEP, ist - gemeinsam mit den regionalen Gewerkschaften, den Betriebsräten, dem AMS und den Sozialpartnern - auch maßgeblich für die Errichtung dieser Arbeitsstiftung verantwortlich. Darüber hinaus hat er durchgesetzt, dass die Möglichkeit besteht, dass StiftungsteilnehmerInnen einen finanziellen Zuschuss bis zu 5000 Schilling aus dem Josef Hesoun Fonds der AK Niederösterreich bekommen können. "Mit diesem Zuschuss sollen - wenn nötig - die Teilnehmer vor allem Kosten für Lehrmaterialien und Fachliteratur abdecken. Ich halte es für sehr wichtig, dass wir die Menschen bei ihrer Weiterbildung auch in diesen Fragen tatkräftig unterstützen", erklärt Staudinger.

Der AKNÖ Präsident betont, wie wichtig eine gezielte Arbeitsmarktpolitik ist und erneuert seine Forderung, bei diesen notwendigen Maßnahmen nicht zu sparen. "In diesen Tagen wird in Lissabon über gemeinsame europäische Anstrengungen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verhandelt - ich denke, gerade solche Maßnahmen wie diese Arbeitsstiftung sollten auch in Europa Vorbildwirkung haben. Ich wünsche mir ein klares Bekenntniss der Regierung, den Kampf für mehr Beschäftigung energisch weiterzuführen!"

Massive Personalreduktionen im Waldviertel

Zur Ausgangssituation: Bei den Firmen Ergee (130 Kündigungen), Krems Chemie (20 Kündigungen), ABB Krems Service (20 Kündigungen), Pipelife (30 Kündigungen) und der Fa. Voith (150 Kündigungen), werden derzeit massive Personalreduktionen vorgenommen.

Die Waldviertler Qualifikationsoffensive, ein gemeinnütziger Verein der sozialpartnerschaftlich besetzt ist, tritt als Stiftungsträger auf und bietet den gekündigten Mitarbeitern dieser Firmen eine Hilfestellung zur Reintegration in den Arbeitsprozeß durch Stiftungsmaßnahmen an. Voraussetzung für eine Aufnahme in den Betreuungsbereich der "Offenen Arbeitsstiftung Waldviertel" durch die Waldviertler Qualifikationsoffensive ist ein entsprechender Antrag des Aufnahmewerbers an den Stiftungsträger. Der Aufnahmewerber muss zum Zeitpunkt der Antragstellung die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosenentgelt erfüllen und einen gültigen Sozialplan vorweisen.

Zum Ablauf: Am Beginn einer Arbeitsstiftung steht immer ein ca. 7 wöchiges Zielfindungstraining. Das Zielfindungstraining hat grundsätzlich die Aufgabe, die Stiftungsteilnehmer auf die "Stiftungszeit" vorzubereiten. Neben der persönlichen Stabilisierung der Teilnehmer steht vor allem die berufliche Zielfindung im Vordergrund. Am Ende der Zielfindung wir für jeden Stiftungsteilnehmer ein Bildungsplan erstellt, in dem Ausbildungsinhalt und dessen Umsetzung klar definiert ist.

In einer Arbeitsstiftung können unter anderem folgende Qualifikationen erworben werden:

  • Kursmaßnahmen zur Auffrischen bzw. punktuellen Erweiterung der Qualifikation
  • Lehrabschlüsse als Ergänzung bzw. Erweiterung von Vorhandenem oder auch zum Berufsumstieg
  • Berufsbildende Schulen als Teil der Weiterqualifikation zum Zwecke der persönlichen Karriereplanung
  • Fachhochschulen und Akademien
  • Universitäten

Grundsätzlich können sämtliche berufliche Qualifikationen, sofern sie arbeitsmarktpolitisch sinnvoll sind, erworben werden. Während der Ausbildungszeit in einer Arbeitsstiftung erhalten die Stiftungsteilnehmer das Arbeitslosenentgelt, fallen nicht auf die Notstandshilfe herunter und dürfen vom Arbeitsmarktservice nicht auf offene Stellen vermittelt werden.

Derzeit liegen für die "Offene Arbeitsstiftung Waldviertel" 150 Anmeldungen von gekündigten Mitarbeitern aus den genannten Firmen vor. Mit 3. April 2000 werden in Gmünd, Krems und St. Pölten die ersten Zielfindungtrainings starten. Für die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ist pro Stiftungsteilnehmer ein Betrag von 60.000 Schilling budgetiert, wobei 30.000 Schilling pro Teilnehmer von den Firmen bezahlt werden, der Rest wird von AMS und Land NÖ getragen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 58883-1252

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN/AKN