UITP-Tagung im Wiener Rathaus

Weitere Harmonisierung beim Öffentlichen Verkehr unerlässlich

Wien, (OTS) Die UITP (Union Internationale des Transports Publics) ist die Dachorganisation für Öffentliche Verkehrsunternehmen, gleich ob Schiene oder Straße, Verkehrsbehörden, Verkehrsverbünde, einschlägige Forschungseinrichtungen u.ä. Der UITP gehören (Zahlen gerundet) mehr als 1.700 solcher Unternehmen oder Körperschaften in 80 Ländern weltweit an. Zusammen mit der UNIFE, dem Verband der Eisenbahnindustrie, hat die UITP eine Initiative gestartet: MARIE (MAss Transit Rail Initiative for Europe), die ausdrücklich von
der Europäischen Kommission unterstützt wird, und die Erweiterung der Wettbewerbsfähigkeit des städtischen Schienenverkehrs zum Ziel hat. Diese Initiative bildete auch den Hauptpunkt auf der UITP-Tagung am Mittwoch im Wiener Rathaus. Wie der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR), Direktor Manfred Novy, einleitend betonte, sei ein besonders erfreulicher Aspekt, dass
der in Brüssel beheimatete internationale Verband gerade Wien als Tagungsort bestimmt habe. Novy, er ist auch Präsident des UITP-Komitees Verkehrsbehörden und Verkehrsverbünde, wies auf das grundsätzliche Interesse der Verkehrsverbünde an gemeinsamen (europäischen) Lösungen hin, umso mehr als sich für die öffentlichen Dienstleister überall ähnliche Problemstellungen ergäben. Der Generalsekretär der UITP, Hans Rat, sprach sich für eine möglichst weit gehende Harmonisierung bei den gesetzlichen Grundlagen und den technischen Standards aus, und ging in diesem Zusammenhang vor allem auf das rollende Material ein.****

Die wesentlichen Punkte, zu deren Weiterentwicklung und
Lösung nun vor allem die Initiative MARIE beitragen soll:

o Bei der Herstellung des rollenden Materials gibt es derzeit

keine einheitlichen Maße und Standards.
o Normen und Standards sind weitgehend in der nationalen

Gesetzgebung niedergelegt.
o Straßenbahnen, U-Bahnen, Schnellbahnen sind ganz wichtig, ja

unverzichtbar für den Öffentlichen Verkehr, schon aus Gründen der Umweltfreundlichkeit und der Transportkapazität.
o Deshalb die Forderung nach Harmonisierung, damit - auch im

internationalen Wettbewerb - die Herstellungskosten niedriger werden.
o Dabei geht es auch um die finanziellen Möglichkeiten der

Betreiber, es gelte neue und einfachere Finanzierungsmöglichkeiten zu finden.
o Langfristige Finanzierungen stellen für die Verkehrsunternehmen

oft ein Risiko dar, weil sich eine neue Tendenz abzeichnet, die von der EU ausgeht.
o Die EU verlangt es zwar derzeit noch nicht zwingend, es zeichnet

sich aber bereits die Tendenz ab, dass die einzelnen Verkehrsträger alle zehn, maximal 15 Jahre, zu einer neuen EU-weiten Ausschreibung gelangen müssen.
o Darauf gelte es sich vorzubereiten. Nach Auffassung des

UITP-Generalsekretärs ist die Verselbständigung der Wiener Linien eine schrittweise Vorbereitung in dieser Richtung.
o Als Finanzierungsform für den Öffentlichen Verkehr wird das

Leasing interessant werden, um doch die notwendigen Neuanschaffungen zu ermöglichen.

Generell war man sich einig, dass auf den Öffentlichen
Verkehr noch große Herausforderungen zukommen werden, um etwa auf die Verkehrsstaus in den Städten bzw. Ballungsräumen eine Antwort zu bieten, die einer Verbesserung der Lebensbedingungen dient.
Auch müsse eine Beteiligung von Privatkapital und Beiträge der wirtschaftlichen Interessensgruppen, die aus dem Öffentlichen Verkehr Nutzen ziehen, angestrebt werden. (Schluss) pz/rr

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