Hartinger: "Sallmutter soll bei sich selbst sparen"

Selbstbehalte nicht notwendig

Wien, 2000-03-23 (fpd) - Mit scharfen Worten reagierte heute die freiheitliche Krankenanstaltensprecherin Mag. Beate Hartinger auf die Forderungen des Hauptverbandsvizepräsidenten Hans Sallmutter.****

"Es ist der Gipfel des Unerträglichen erreicht, wenn die selbstgefälligen Herren der Sozialversicherung einerseits ihre gierigen Finger bereits nach der Alkohol- und Tabaksteuer ausstrecken, aber andererseits kein Einsparungspotential in ihrem Verwaltungsbereich sehen. Es spricht für sich, daß in den Gebietskrankenkassen im Jahr ca. 96 Millionen Krankenscheine händisch - ohne Zuhilfenahme jeglicher EDV-Systeme - abgerechnet werden. Die Herren Sallmutter und Probst glauben wohl, die Österreicher in der Diskussion um Selbstbehalte für dumm verkaufen zu können. Daß gerade in einem Land wo es Selbstbehalte vom Rollstuhl bis zum Zahnersatz, vom Hörapparat bis zur Rezeptgebühr, von der Krankenscheingebühr bis zu Tagesgebühren bei Krankenhausbesuchen gibt", meinte Hartinger.

"Die Versicherten der ‚Kleinen Kassen‘ Österreichs (Gewerbe, Eisenbahner, Bundesbedienstete) leben schon seit Jahrzehnten mit einem transparenten Selbstbehalt, der dem Versicherten auch klar die Kostensituation für die erbrachten Leistungen offenlegt. Es ist unbestritten, daß das Leistungsangebot für die Patienten und Versicherten bei den kleinen Kassen unverhältnismäßig besser als bei den Gebietskrankenkassen ist. Die Herren im Sozialversicherungsbereich werden zunächst lernen müssen, die Einsparungspotentiale im eigenen Bereich zu lukrieren und die versteckten Rücklagen aufzulösen. Erst dann wird man über eine Mittelzuführung zum System nachdenken können. Selbstverwaltung heißt selbst agieren, selbst nachdenken, selbst rationalisieren und im eigenen Bereich Solidarität zu leisten. Das andauernde Abschieben der Verantwortung an die Bundesregierung werden sich die Herren Sallmutter und Probst abschminken können", so Hartinger. (Schluß)

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