Dirnberger: Waneck und Sallmutter erfinden Belastungen für die Bevölkerung Statt dessen gehören Ursachen für die Kostenexplosion bei den Kassen abgestellt

Wien (OTS) - Ein übles Doppelspiel ortet AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger bei der SPÖ. Auf der einen Seite wettern Gusenbauer und Co. gegen neue Belastungen, auf der anderen Seite plant einer der höchstrangigen SP-Politiker Belastungen für die Bevölkerung. Der GPA-Vorsitzende und Präsident des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger Hans Sallmutter (SPÖ) überlegt nämlich zur Sanierung der Krankenkassen die Beitragszahlungen zu erhöhen. "Die Patienten belasten, das ist das einzige, was Sallmutter einfällt. Statt dessen ginge es endlich darum, die Ursachen für das Defizit der Kassen in den Griff zu bekommen", fordert Dirnberger. Der AK-Vizepräsident bezichtigt Sallmutter des langjährigen Versagens und Verschweigens der tatsächlichen finanziellen Situation der Krankenkassen. Noch vor über einer Woche hat Sallmutter in der ORF-Sendung Zur Sache auch das für heuer drohende Kassendefizit von über 5 Milliarden Schilling verniedlicht.

Es ist doch kein Zufall, dass die Gewinne der Pharmakonzerne in genau jenem Ausmaß steigen, in dem die Ausgaben der Krankenkassen für Medikamente zugenommen haben. "Die Gewinne der Pharmakonzerne explodieren, die Krankenkassen kollabieren und Sallmutter will dem nicht entgegentreten", kritisiert Dirnberger. Solange Ärzte mit diversen Zuwendungen der Pharmakonzerne, wie z.B. Reisen in ferne Länder, zu einem bestimmten - teuren -Verschreibungsverhalten manipuliert werden, ist eine echte Lösung des Kostenproblems bei den Medikamenten nicht in Sicht. "Da können Staatssekretär Waneck und Präsident Sallmutter Selbstbehalte, gestaffelte Rezeptgebühren und Beitragserhöhungen erfinden soviel sie wollen", so Dirnberger.

Deshalb fordert der AK-Vizepräsident befristete Verträge für Ärzte mit Kassenverträgen. An deren Verschreibungsverhalten lässt sich leicht nachvollziehen, ob das jeweils bestgeeignetste oder nur das teuerste und oft am meisten von der Pharmaindustrie beworbene Medikament verschrieben wird. Ärzte, die sich nicht die Mühe machen, vor der Verschreibung zu überprüfen, ob es kostengünstige, gleichwertige Medikamente gibt, verlieren künftig ihren Kassenvertrag. "Der nach außen hin oft ruppige Sallmutter ist in Wahrheit um Konsens mit den Ärzten um jeden Preis bemüht. Diesen Preis soll die Bevölkerung mit höheren Beiträgen zur Krankenversicherung bezahlen", warnt Dirnberger.

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