"Neues Volksblatt" Kommentar: "Jammerei" (von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 23. 3. 2000

Linz (OTS) - Es war der Tag der Opposition. Sowohl SPÖ als auch Grüne fuhren zum Auftakt der Budgetdebatte mit allen verfügbaren Geschützen auf. Schon in der Fragestunde wurde auf Biegen und Brechen demonstriert, dass diese Regierung und ihre Repräsentanten mit allen Mitteln bekämpft werden sollen. Ebenso wie Ferrero-Waldner sah sich auch später Riess-Passer mit einem politischen Stil konfrontiert, der nicht nur den Geschmack sondern auch den politischen Anstand verhöhnte. Wer durch penetrante Wiederholungen von Fragestellungen oder durch ein Sperrfeuer von Zwischenrufen den politischen Gegner fertig machen will, dem geht es nicht mehr um die Sache, sondern um die Befriedigung fragwürdiger Gelüste oder die Bewältigung von Frustationserscheinungen. Inhaltlich hielten sich die Beiträge der vereinten Linken gegen das Budget der neuen Regierung in Grenzen. Vieles klang abgedroschen und phrasenhaft. Schuldig blieben Gusenbauer, Van der Bellen & Co. vor allem eines: Alternativen zum Sanierungsprogramm. Zugestanden: Weder SPÖ noch Grüne haben jemals durch Wirtschafts- und Budgetkompetenz brilliert. Der Versuch, dieses Manko durch Aggression, Unterstellungen und Krank- jammerei zu übertünchen, enttäuschte trotzdem.

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