Sozialpartnerschaft akut gefährdet !

Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz richtet deutliche Warnung an FPÖVP-Regierung

Wien (GBH/ÖGB) Mit einer scharfen Warnung an die Regierung im Zusammenhang mit den angekündigten Sozialbelastungen endete die heutige Sitzung des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz. ""Unter den derzeitigen sozialpolitisch inakzeptablen Maßnahmen sehen wir - veranlasst durch die Regierung - eine akute Gefährdung des sozialen Friedens in Österreich"", so die einstimmige Meinung der Bundesvorstandsmitglieder. ++++

""Gerade die Bau- und Holzarbeiter werden durch das von der Regierung geplante soziale Extrembelastungspaket besonders hart getroffen. Hier sollen Menschen, die sich mit ihrer Arbeitskraft tagtäglich unter schwersten Bedingungen und bei höchstem Unfall- und Gesundheitsrisiko für das Wohl unseres Landes einsetzen, von der Regierung mit sozialen Schlechterstellungen und tief greifenden finanziellen Einbußen für ihre Leistung bestraft werden, - auch beim Urlaubsanspruch und de facto-Kürzungen beim Urlaubsgeld.

Nachdem sich ein Bauarbeiter im wahrsten Sinn des Wortes krank gearbeitet hat, - und das ist bei 60 Prozent von ihnen traurige Wirklichkeit - soll er in Zukunft laut Regierungsprogramm nicht einmal den wohlverdienten Ruhestand ohne zusätzliche Belastungen in Anspruch nehmen können. Das ist gegen die Menschenwürde. Dies ist also das Verständnis der Bundesregierung von einer "Politik für die kleinen Leute".
Hier ist seitens der Gewerkschaften ein entschiedenes Auftreten gegen Sozialzynismus angesagt"", forderte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident, Johann Driemer.

""Da versucht eine Bundesregierung mit billigen Taschenspielertricks die Öffentlichkeit zu täuschen und auf diese Weise Sozialabbau salonfähig zu machen"", wirft Driemer der FPÖVP-Regierung weiter vor.

Außer den drohenden extremen Belastungen für die ArbeitnehmerInnen durch das Regierungsprogramm wurden im Bundesvorstand der Gewerkschaft Bau-Holz vor allem die nach wie vor fehlenden Initiativen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation und zur Förderung von beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen schärfstens verurteilt.

Das zweithöchste Gremium der Gewerkschaft Bau-Holz sprach sich einstimmig dafür aus, geeignete Maßnahmen im Bereich des demokratisch legitimierten Protest- und Demonstrationsrechts ergreifen zu wollen, sollte die Bundesregierung an die Umsetzung der von ihr proklamierten Belastungsmaßnahmen gehen.

ÖGB, 21. März 2000 Nr. 173

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