Tierschutzverein CANIS warnt vor Zeckengefahr: Hunde jetzt gegen Borreliose impfen !

Wien (OTS) - Mit Frühlingsbeginn steigt für den Hund das Risiko, mit Borreliose infiziert zu werden. Überträger des Borreliosebakteriums sind Zecken, die mit Einsetzen der warmen Jahreszeit zu Millionen schlüpfen und im grünen Unterwuchs auf Wirtskörper wie etwa Hunde warten. Nur wenn die Infektion gleich erkannt und behandelt wird, können chronische Gesundheitsschäden vermieden werden. Daher rät der Tierschutzverein CANIS, Hunde gegen den Erreger spätestens JETZT zu impfen.

Den Hund von zeckenverseuchten Gebieten fernzuhalten, ist praktisch unmöglich. Denn die Gefahr, mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi, dem Erreger der gefährlichen Borreliose, infiziert zu werden, lauert praktisch überall im Grünen. Im Unterlaub des Waldes ebenso wie im städtischen Grüngürtel. Als Hauptüberträger gilt Ixodes ricinus, der Gemeine Holzbock, eine Zeckenart, die im Frühjahr und Herbst Millionen Eier produziert. Die geschlüpften Larven hängen auf Grashalmen oder Blättern und ernähren sich vom Blut von Mäusen oder anderen Kleintieren. Eine Untersuchung der schwedischen Umea-Universität ergab, daß selbst Zugvögel wie die Rotdrossel, den Borreliose-Erreger verbreiten, da sie in ihrem Gefieder Zecken als blinde Passagiere mittragen. In Deutschland soll jede dritte bis vierte Zecke mit Borreliose verseucht sein. Und auch in Österreich gelten bis zu 30% der Zecken durchseucht. Während die Krankheit bei Mäusen oder anderen Kleinttieren nicht ausbricht, tut sie das sehr wohl beim Hund.

Die Infektionsgefahr steigt mit der Saugdauer der Zecke. Sie ist in den ersten zwölf Stunden praktisch Null, nähert sich aber nach zwei Tagen einem Wert von fast 100%. Die Symptome beginnen mit einer kreisförmigen Rötung der Infektionsstelle, die bei Hunden aufgrund ihres Haarkleides vielfach übersehen wird. Danach wandert die Rötung in andere Körperregionen ("Wanderröte"). Wird die Krankheit nicht frühzeitig erkannt, stellen sich schwere Störungen ein. In Folge leidet der Hund an Mattigkeit, Appetitlosigkeit, hohem Fieber, vergrößerter Milz und geschwollenen Extremitäten. Es kann zu einer Lähmung der Hintergliedmaßen (Guillain-Barré Syndrom) kommen. Selbst bei intensiver Antibiotikabehandlung durch den Tierarzt, leiden viele Hunde ein Leben lang an Folgeschäden. Prophylaxe durch Impfung ist daher die beste Medizin.

Magister Alexander Willer, Tierschutzverein CANIS: "CANIS rät verantwortungsbewußten Hundebesitzern, ihre Tiere gegen Borreliose impfen zu lassen. Die Grundimmunisierung sollte im Abstand von etwa einem Monat zweimal geschehen, möglichst in der kalten Jahreszeit, bevor die Zeckenlarven schlüpfen. Circa ein Jahr danach muß eine Wiederholungsimpfung folgen. Prinzipiell kann die Impfung allen Hunden nach der zwölften Lebenswoche verabreicht werden. Da auch Menschen an Borreliose erkranken können, bedeutet Sorgfalt mit dem Hund auch Sorgfalt mit sich selbst, da es kurioserweise in Europa noch keine Humanimpfung gegen Borreliose gibt."

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