Zierler zu SP-Frauenpolitik: Schrille Töne alleine genügen nicht

Frauen sollen an allen politischen Entscheidungen teilhaben und in allen Bereichen aktiv mitwirken können

Wien, 2000-03-21 (fpd) - "Eine Bundesregierung mit einer Anzahl von weiblichen Regierungsmitgliedern, die es bis jetzt in keiner österreichischen Regierung gab; das Amt des Vizekanzlers in den Händen einer Frau, aber nicht, weil es die Quote erfordert, sondern aufgrund von Kompetenz, von Qualifikation und aufgrund von Selbstverständlichkeit", so die freiheitliche Frauensprecherin Abg. Theresia Zierler im Rahmen der heutigen Aktuellen Stunde zum Thema Frauenpolitik. ****

Der internationale Frauentag sei heuer in Österreich ein ganz besonderer gewesen, weil dieser erstmals unter einer Regierung gefeiert wurde, deren Führungsduo eine Frau angehöre. "Unsere Partei hat auch nicht gesagt, wir sind noch nicht reif für eine Frau an der Spitze. Diese Aussage kam von Frau Ederer von der SPÖ", so Zierler.

"Wir brauchen kein Ministerium für Frauenangelegenheiten ohne Kompetenzen, ohne eigenständiges Budget; was wir brauchen, sind Frauen, die an allen politischen Entscheidungen teilhaben und daher auch in allen Bereichen aktiv mitwirken können", meinte Zierler. Beispiele aus Skandinavien würden zeigen, daß dort, wo Frauenpolitik als Bestandteil der Gesamtpolitik gesehen werde die ungleichen Verhältnisse zwischen Männern und Frauen verändern und zwar zum Besseren. "Unsere Ziele sind es, die Gleichrangigkeit von Männern und Frauen auf allen Ebenen zu unterstützen. Frauen und Mädchen zu fördern, und zwar in allen Bildungsbereichen", so Zierler.

Forderungen wie "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" fänden sich zwar in allen Wahlprogrammen der SPÖ seien aber bis heute nicht annähernd umgesetzt worden, kritisierte Zierler. "Schrille Töne alleine genügen nicht. Damit haben sie auch in den letzten Jahren nichts verändern können. Der Frauenarmut entgegenzuwirken, sowie die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes oder des Karenzgeldes für alle, das erstmals den Frauen eine echte Wahlmöglichkeit biete, sehe sie als weitere wichtige Aufgaben. (Schluß)

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