GPA: Heftige Kritik am Bildungsbudget 2000

Bundesregierung fixiert Rückschritt in der Bildungspolitik

Wien (GPA/ÖGB). GPA-Zentralsekretärin Dwora Stein übt heftige Kritik am Budget 2000 und weist darauf hin, dass die FPÖ/ÖVP-Regierung nunmehr den Rückschritt in der Bildungspolitik fixiert hat. "Der Investitionsstopp im Schulsektor sowie die Kürzung der Hochschulgelder um eine Milliarde Schilling ist nichts anderes als ein Budgetstopfen auf Kosten der Zukunft von SchülerInnen und StudentInnen und somit auf Kosten der Zukunftsfähigkeit unseres Landes."++++

Das Sparpaket von Finanzminister Grasser ignoriert völlig den bestehenden Handlungsbedarf im Bildungsbereich und wird den künftigen Wettbewerbschancen Österreichs enormen Schaden zufügen. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass einerseits ein eklatanter Mangel an qualifizierten Arbeitskräften etwa im EDV-Bereich besteht, der Sparstift des Finanzministers aber gleichzeitig die Anschaffung dringend benötigter moderner Computer-Ausstattung für Schulen unmöglich macht und somit Qualifizierungsmöglichkeiten massiv beeinträchtigt werden", veranschaulicht Stein eine der abzusehenden Konsequenzen der fixierten Kürzungen. "Unsere SchülerInnen werden sich Dank der FPÖ/ÖVP-Sparpolitik in überfüllten und obendrein desolaten Klassenzimmern wieder finden. Die Bundesregierung schafft Rahmenbedingungen, unter denen das Erlangen zukunftsgerichteter und gefragter Qualifikationen für die meisten unmöglich wird", so Stein.

Gleichermaßen problematisch sind die vom Finanzminister festgeschriebenen Kürzungen im Hochschulsektor zu sehen. In diesem Bereich wurden bereits in den vergangenen Jahren unverhältnismäßig hohe Einsparungen vorgenommen, eine weitere Verschärfung der budgetären Mittel der Hochschulen und Universitäten wird sich unmittelbar auf die Qualität der Ausbildung niederschlagen und Forschungstätigkeiten drastisch einschränken. Die Einführung von Studiengebühren wird die Antwort auf die folglich entstehende Problematik sein, wie seitens der Bundesregierung bereits augenscheinlich signalisiert wurde. "Dass sich damit horrende zusätzliche Belastungen vor allem für unselbstständig beschäftigte Eltern von Studierenden ergeben und de facto eine Abkehr vom ohnehin nur relativ zu sehenden freien Hochschulzugang fixiert würde, ist bezeichnend für den gesamten Kurs der FPÖ/ÖVP-Regierung, der ArbeitnehmerInnen belastet und die UnternehmerInnen beschenkt, schloss Stein.

ÖGB, 21. März 2000 Nr. 169

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