Volksschüler planen Wohnungen für ältere Menschen "Sicher Leben": Jede Woche stürzen 15 Senioren tödlich im Haushalt

Wien (OTS) - In Österreich sterben immer noch jedes Jahr
zwischen 750 und 800 Menschen über 60 Jahren bei Stürzen in den eigenen vier Wänden, das sind rund 15 jede Woche. Meist sind daran Wohnungseinrichtungen schuld, die nicht den Erfordernissen der zweiten Lebenshälfte entsprechen.

Dazu zählen etwa Türschwellen, Stiegen mit vorspringenden Trittflächen und fehlendem beidseitigen Geländer, Teppiche auf rutschigen Parkettböden, schlechte Beleuchtung oder Badewannen ohne Haltegriffe.

Die Initiative "Sicher gehen über 60" der Stadt Wien und des Institutes "Sicher Leben" kämpft seit mehr als drei Jahren gegen seniorenfeindliche Häuser und Wohnungen.

Kinder erforschen und verbessern die Wohnungen älterer Menschen

Für den Wettbewerb "Sicherheitsspürnasen bei Oma & Co" der Initiative "Sicher Gehen über 60" haben Wiener Volksschüler die Lebens- und Wohnsituation ihrer Großeltern erforscht, zahlreiche Stolperfallen entdeckt und Abhilfen entwickelt.

Ihre Erfahrungen mit den Bedürfnissen, Wünschen und Problemen älterer Menschen setzten die Volksschüler in Videos, Zeitungen, Broschüren, Plakaten und Comics um.

So gestaltete die Volksschule Sacre Cour ein Poster über körperliche Veränderungen im Alter, die Volksschule Tesarekplatz ging auf mögliche Sicherheitsprodukte in der Zukunft ein und die Kinder der Volksschule Bischoffgasse tanzten gemeinsam mit Pensionisten den "Siebenschritt".

"Oscar" für Ermittlungen der kleinen "Schnüffler"

Die Recherchen aller 200 kleinen Detektive in Sachen Seniorensicherheit wurden am 21. März 2000 im Wiener Rathaus im Stil der Oskarverleihung vorgestellt. Zeremonienmeister des "langen Vormittages des Oscars" war Dietmar Chmelar. Stadtrat Dr. Sepp Rieder und Stadtschulratpräsident Dr. Kurt Scholz prämierten die Klassen mit den besten Beiträgen, die Preise wurden durch Sponsoren überreicht.

Dr. Kisser: "Immer mehr Senioren können immer länger einen eigenen Haushalt führen"

"Da sich die Lebenserwartung der Österreicher in den letzten 100 Jahren nahezu verdoppelt hat, können ältere Menschen heute länger einen Haushalt führen als noch vor Jahrzehnten. In den kommenden Jahren werden also immer mehr ältere Menschen länger in der eigenen Wohnung bleiben. Dazu müßten aber zigtausend Wohnungen adaptiert werden?, sagt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben".

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Institut Sicher Leben
Mag. Thomas Lettner
Tel.: (01) 717 70-158

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS